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Bäderschließung: "Ein absurdes Stück aus dem Tollhaus"

Es steht zu befürchten, dass das Dudweiler Freibad geschlossen wird. (Archivfoto Sommer 2012).

Es steht zu befürchten, dass das Dudweiler Freibad geschlossen wird. (Archivfoto Sommer 2012).

Dudweiler. „Finger weg vom Freibad“ fordert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksrat Dudweiler. „Dudweiler braucht weiche Strukturen, die den Faktor Mensch in den Mittelpunkt stellen, nicht die harte Kante, wie sie in Saarbrücken favorisiert wird“, meint der Fraktionsvorsitzende Harald Heid. Wieder einmal habe man hier „ein absurdes Stück aus dem Tollhaus“, das dem Bürger mit dem Bädergutachten durch die Stadt präsentiert werde, wenn ein Konkurrent Gutachten erstelle, bei dem der Punkt Bäderschließung in der Konsequenz mehr Besucher und damit mehr Einnahmen ins eigene Bad spüle.

Statt mit der Holzhammermethode vorzugehen, müsse jetzt das Hesse-Gutachten zum Regionalverband öffentlich diskutiert werden, um Einspar- und Umorganisationsmöglichkeiten im Sulzbachtal gemeinsam mit den anderen Kommunen aufzugreifen, die vernetzt auch dauerhaft strukturelle Einsparungen bringen könnten und trotzdem den Faktor Mensch im Mittelpunkt belassen. Andere Gemeinden wie Illingen, so Heid, würden mit ihren Freibädern für eine attraktive Kommune werben. Und weil auch dort rundum mehrere Bäder geschlossen worden seien, sei das sanierte Freibad in Uchtelfangen seither bestens besucht.

Dudweiler als Wohnstadt mit einer Uni-Dependance brauche ein attraktives Freibad, um für sich werben zu können und den Vereinen und Bürgern Freizeitgestaltung zu bieten, „denn nicht jeder Bürger von Dudweiler hat Lust, über die Berliner Promenade an der Saar vorbei zu flanieren, wenn er schon mal Freizeit hat.“ Der Bezirksrat werde sich wohl auch in der Diskussion ums Freibad „überparteilich geschlossen zeigen“, wenn es um den Erhalt der Freizeiteinrichtung geht.

„Eine funktionierende Bäderlandschaft und ausreichend gepflegte und gut ausgestattete Sportstätten sind für den Breitensport unverzichtbar“, so Bernd Richter, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Saarbrücker Stadtrat. Mit der Einholung des Bädergutachtens habe man „den Bock zum Gärtner gemacht“. Von dem privaten Betreiber des Calypso sei natürlich nur die Schließung von Bädern der öffentlichen Hand und auch der Schulschwimmhallen zu erwarten gewesen. Die etwa 70 000 Euro für das Bädergutachten hätte man locker sparen können, meint Richter. Gehe es um das Einsparpotenzial von 800 000 Euro, so entspreche dies dem jährlichen Zuschuss an den Privatbad- Betreiber des Calypso. Für die Bürger – gerade in Dudweiler – seien die Schließungspläne ein Schlag ins Gesicht. Der fehlende Einsparwille der Verwaltung habe sich bei der Wahl des grünen Dezernenten Thomas Brück und beim Filmhaus gezeigt. Und jetzt sollten wieder nur die Bürger Verzicht üben. „Hände weg von den Bädern“, fordern die Freien Wähler abschließend. red/mh
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