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Bahn verkaufte Weg, ohne Stadt zu informieren

Saarbrücken. Die Deutsche Bahn (DB) hat den Weg zwischen Kieselhumes und Ostbahnhof und den als Parkplatz genutzten Bahnhofsvorplatz im vorigen Jahr an ein Privatunternehmen verkauft - und zwar ohne vorher die Stadt zu informieren. Die verkaufte Fläche ist rund 3200 Quadratmeter groß.

"Wir haben nur durch Zufall in einem Gespräch mit der DB erfahren, dass die Eigentümerin der Möbelfundgrube den Parkplatz und das Wegegrundstück kurz vor Weihnachten erworben hat", erklärte die Leiterin des Saarbrücker Grünamts, Carmen Dams, jetzt auf Nachfrage der SZ.

Das Grünamt ist zuständig für den Ausbau des Fuß- und Radwegs zwischen Scheidter Straße und Ostbahnhof. Von der Scheidter Straße bis zur Meisenwies ist der Weg bereits fertig ausgebaut. Mit dem zweiten Bauabschnitt wollte die Stadt längst begonnen haben. Dieser sieht den Ausbau vom Kieselhumes bis zum Ostbahnhof und weiter entlang der Bahnlinie in Richtung Max-Braun-Straße vor.

"Wir hatten dafür einen alten Gestattungsvertrag mit der Bahn als Grundlage", berichtet Dams. Aufgrund der neuen Besitzverhältnisse würden sich die Arbeiten erst mal verzögern. "Wir werden versuchen, uns mit der Eigentümerin zu einigen, dass wir ausbauen dürfen. Aber das ist vermutlich kein Problem", gibt sich Carmen Dams zuversichtlich.

Baudezernentin wollte ursprünglich sogar das alte Bahnhofsgebäude abreißen lassen 

Noch hat die Verwaltung keinen Kontakt mit der Firma Möbelfundgrube aufgenommen. Man hoffe, dass die Firma nicht etwa vorhabe, das Gelände einzuzäunen, um es als Firmenparkplatz zu nutzen. Denn der Stadt sei daran gelegen, den Bahnhofsplatz für die Bürger auch weiterhin als Park&Ride-Platz zu erhalten.

Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer schwebte ursprünglich sogar vor, das alte Bahnhofsgebäude abreißen zu lassen, um den Fuß-Radweg an dieser Stelle zu begradigen.

"Doch wie sich in dem Gespräch mit der DB herausstellte, hat diese das Gebäude schon vor längerer Zeit ebenfalls verkauft. Den Eigentümer kennen wir nicht", sagt Dams.

Deshalb gehe die Verwaltung nun davon aus, dass der Weg wie bisher um das Gebäude herumgeführt wird. Doch damit der Ausbau des Weges vorangehen kann, sind noch einige weitere Hürden zu überwinden.

Im Bereich Max-Braun-Straße/Am Steinhübel schneidet der Weg Privatgrundstücke. Auch dort muss die Stadt noch verhandeln. Außerdem hat der Weg dort einen Buckel mit rund zehn Prozent Steigung. Eine barrierefreie Lösung, etwa durch Umgehung dieser Stelle, ist laut Dams leider nicht machbar.

Da der Ausbau des Fuß-Radwegs zunächst ohne Beleuchtung geplant war, wird der dafür bereitgestellte Etat von rund 180 000 Euro laut Dams nicht ausreichen: "Noch fehlt das Geld für das Mittelstück, aber bis 2012 werden wir das hinkriegen."

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