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Bahn will häufiger Strecke Saarbrücken- Paris fahren

Die Deutsche Bahn baut die Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Paris aus. Gleichzeitig starten mehrere Aktionen der Landesregierung und der Wirtschaftskammern mit dem Ziel, mehr Menschen per Bahn an die Saar zu locken.

Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Saarbrücken. Immer mehr Reisende nutzen die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Frankfurt, Saarbrücken und Paris. Die Nachfrage ist nach neuesten Untersuchungen der Deutschen Bahn so hoch, dass die Züge donnerstags, freitags, samstags und sonntags zwischen 90 und 100 Prozent ausgelastet sind. Daher will die Bahn künftig mit Doppelzügen fahren, also zwei aneinander gehängten ICE. Dafür sind noch Tests erforderlich. Das Angebot starte 2010.
Kurzfristig gelte es, Zugausfälle zu vermeiden. Da zahlreiche ICE zur Wartung müssen, hat die Bahn bei der SNCF, der französischen Bahn, bis Ende 2010 TGV-Züge angemietet. Ein TGV wird ab Mitte April einmal pro Tag in beide Richtungen fahren und einen ICE ersetzen. Er fährt von Paris um 9 Uhr über Saarbrücken um 11 Uhr nach Frankfurt. Dort startet er um 17 Uhr zurück über Saarbrücken 19 Uhr nach Paris. Zudem plant die Bahn, nach Abschluss der ICE-Überprüfung noch mehr Züge nach Paris fahren zu lassen. Derzeit sind täglich fünf ICE auf der Strecke. Geprüft wird weiter, neben Paris-Verbindungen auch solche ab Saarbrücken nach Südfrankreich anzubieten.

Die Werbung soll sich mehr an französische Geschäftsleute wenden. Überlegungen laufen, mehr französische Kongress-Veranstalter nach Saarbrücken zu holen. Hier hilft das Wirtschaftsministerium. Ein Tagungs- und Kongress-Vermittlungsbüro werde spätestens 2010 die Arbeit aufnehmen, um den Standort Saarland national und international besser zu vermarkten. Es soll beim Wirtschaftsministerium, der Tourismuszentrale oder der Congresshalle angesiedelt werden, sagte gestern Wirtschaftsminister Joachim Rippel (CDU) unserer Zeitung. Auch startet am 26. März unter Federführung von Rippel eine „Allianz für den Saar-Tourismus“, an der 80 Vertreter verschiedenster touristischer Bereiche mitwirken. Entwickelt werden neue Vermarktungs-Ideen. Auch hier ein Schwerpunkt die Ansprache von Franzosen.
Die Wirtschaftskammern bereiten mit dem Land eine überregionale Image-Kampagne vor, bestätigte gestern IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch. Darin wird auch für den Kongress-Standort geworben. In der Frankreichwerbung müssen möglichst viele Entscheider an einem Strang ziehen, fordert Giersch. Die Saar-Tourismuszentrale will mit Anzeigen in Fachmagazinen Geschäftsleute und Senioren locken. Letztere seien in Frankreich besonders reisefreudig, gerne in Gruppen unterwegs, ideale Gäste für Mehrtagesaufenthalte mit Besichtigungen und Shopping, sagt Birgit Grauvogel, Chefin der Tourismuszentrale. Ein neuer Reiseführer für Senioren mit Saar-Zielen soll in französischen Medien vorgestellt werden. Mehr französische Reisejournalisten würden an die Saar eingeladen.

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