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Bahngewerkschaft EVG mahnt „Initiative Saarland“ an

Saarbrücken. Die von Bahnchef Rüdiger Grube angekündigte „Initiative Saarland“ soll endlich angepackt und umgesetzt werden. Das hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gefordert. Der EVG-Landesvorsitzender Ralf Damde sagte am Freitag beim Neujahrsempfang seiner Gewerkschaft in Saarbrücken, Grube habe im Februar vergangenen Jahres versprochen, die Zahl der Bahn-Arbeitsplätze an der Saar „auf deutlich über 3000 anzuheben“.

Doch stattdessen habe sich die Zahl der derzeit 2900 Beschäftigten noch etwas vermindert. „Seit einem Jahr warten wir vergeblich darauf, dass die von Bahnchef Grube versprochene Initiative Saarland gestartet wird“, bemängelte Damde. Dem auf dem Neujahrsempfang anwesenden neuen saarländischen Bahnchef Jürgen Konz bot er an, mit der EVG in einer Arbeitsgruppe für die Vorbereitung des nächsten Bahngipfels mitzuarbeiten.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte Damde, dass es vor allem an Kundenbetreuern im Nahverkehr der Bahn fehle. So seien tagsüber die Züge nur zu 20 bis 30 Prozent mit Kundenbetreuern besetzt. „Wir brauchen nicht erst nach 19 Uhr eine Besetzung in den Zügen zu 100 Prozent“, sagte der EVG-Landeschef. Service und Sicherheit in den Zügen würden sträflich vernachlässigt.

Auch die Bahnhöfe müssten sicherer gemacht werden. „Kameras reichen nicht aus.“ Nach Einschätzung der EVG müsste im Saarland allein Zahl der zurzeit 400 Kundenbetreuer um 120 bis 150 aufgestockt werden. Zufrieden zeigte sich Damde, dass sein Landesverband in den vergangenen zwei Jahren Mitglieder hinzugewonnen habe und so an der Spitze der Mitgliederentwicklung im Bundesgebiet stehe.

Hauptredner auf dem Neujahrsempfang war der EVG-Bundesvorsitzende Alexander Kirchner. Er kündigte an, die EVG wolle sich verstärkt um die Bewältigung des demografischen Wandels in den Betrieben über Altersteilzeitmodelle kümmern. 21 anwesende EVG-Jubilare wurden für 25-jährige Gewerkschaftszugehörigkeit geehrt. ulo
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