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Bald Meeresfischzucht in Völklingen?

Völklingen. Die Halle steht fertig da. Zumindest mit Wänden, Dach, Türen, Fenstern. Aber wann das Bauwerk in Betrieb genommen wird, ist nach wie vor offen: Seit Monaten ruhen die Arbeiten auf der Baustelle für die Meeresfischzuchtanlage, die auf dem ehemaligen Fürstenhausener Kokereigelände entstehen soll. Streit zwischen den Projekt-Partnern – einerseits der Meeresfischzucht Völklingen (MFV) GmbH, einer Tochter der Völklinger Stadtwerke, und andererseits der International Fish Farming Technology (IFFT) GmbH – hatte im vorigen Jahr zu einem Baustillstand geführt. Und dass im Januar die IFFT ihre Zahlungsunfähigkeit anmeldete, verursachte neuerliche Verzögerungen. Denn MFV und IFFT sind mehrfach verflochten: Die IFFT hält 10,1 Prozent der MFV-Gesellschaftsanteile. Sie hatte zugleich von der MFV den Auftrag, als Generalunternehmerin die Anlage zu erstellen. Wie geht es jetzt weiter? „Wir sind in einem hochsensiblen Bereich“, sagt Jochen Dahm, Geschäftsführer der Stadtwerke und der MFV, auf  Nachfrage. Klar sei, dass die Anlage fertiggestellt werden solle. Unklar aber seien der Zeitplan und die künftige Rolle der zerstrittenen Partner. Man befinde sich in einem schwebenden Verfahren – so weit er wisse, sagt Dahm, sei die IFFT-Insolvenz noch nicht eröffnet.



IFFT  weiterhin beteiligt am Meeresfischzuchtprojekt

Das bestätigt IFFT-Geschäftsführer Friedrich Esser. Der vorläufige Insolvenzverwalter arbeite noch an der Bestandsaufnahme, „normalerweise müsste er Ende März fertig sein“.

Bis dahin, sagt Esser, „weiß ich nicht, wie es weitergeht“. Ja, die IFFT sei weiterhin beteiligt am Meeresfischzuchtprojekt. Und sie sei – trotz „teilgekündigter“ Werkverträge – noch „zuständig, genauer: verantwortlich für die Abwicklung der offenen Aufträge“. Welche das sind? „Auf Details gehe ich nicht ein“, sagt Esser, fügt aber hinzu, es handele sich nur mehr um „Kleinkram“, Dinge im Bereich von „Maschinentechnik und Wasseraufbereitung“.

Die eigens in Skandinavien gefertigten Trommelfilter für die Wasserreinigung – deren Ausbleiben wurde im vorigen Jahr für Verzögerungen verantwortlich gemacht – scheinen keine Probleme mehr zu bereiten: Sie seien geliefert, sagt Dahm. Auch bezahlt. Aber noch nicht eingebaut. Der Weiterbau sei gerade erst mit den beteiligten Firmen besprochen worden. „In den nächsten acht bis 14 Tagen“ werde ein neuer Bauzeitenplan erstellt; er hoffe, dass man Anfang April neu beginnen und „Ende August, Anfang September“ die ersten Fische einsetzen könne. Die Finanzierung, versichert Dahm, stehe: „Wir haben einen Kreditvertrag. Der wird jetzt erfüllt.“

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