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Bald kein "Plop" mehr auf Sulzbachtalbrücke

Der Landesbetrieb für Straßenbau
saniert die Fahrbahn-Übergangskonstruktionen
der beiden
A 8-Autobahnbrücken im
Sulzbachtal.

Der Landesbetrieb für Straßenbau saniert die Fahrbahn-Übergangskonstruktionen der beiden A 8-Autobahnbrücken im Sulzbachtal.

Sulzbach. Als dumpfes Geräusch dringt es durchs Fenster, ganz regelmäßig, zuverlässig – bei Tag und bei Nacht: Plopp plopp, plopp plopp. Peter Diersch kennt den dumpfen Klang nur allzu gut – er wohnt fast unter der Sulzbachtalbrücke, ortsausgangs Altenwald. Von oben her, da ploppt’s.

Am Montagmorgen hatte der Fotografenmeister Besuch. Klaus Kosok, Sprecher des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) im Saarland, und sein Kollege Werner Nauerz, Leiter des Fachbereichs Brückenunterhaltung, saßen bei ihm am Kaffeetisch. Sie haben Verständnis dafür, dass Peter Diersch „sein“ Plopp plopp ganz schnell wieder loswerden will. Und mit ihm sicherlich einige Nachbarn, die das Geräusch seit langem nervt. Kosok und Nauerz überbringen die frohe Botschaft: Der lästige Dauerkrach wird verschwinden, und das schon sehr bald. Denn: Der LfS beginnt jetzt mit der Instandsetzung an den Fahrbahn-Übergangskonstruktionen (Ükos) der beiden A 8-Autobahnbrücken im Sulzbachtal.

Weil mehrere dieser Konstruktionen schadhaft sind. Sie zeigen durch starke Verkehrsbelastung mittlerweile Zerfallserscheinungen auf. Die sollen verschwinden. Und damit löst der Landesbetrieb ein Versprechen ein, das er nach einer Beschwerde Dierschs schon Mitte vergangenen Jahres gegeben hat (SZ vom 17. und 29. April 2010). Dass es so lange dauerte bis zu Beginn der jetzigen Baumaßnahme, erklären Kosok und Nauerz mit dem Vergaberecht, das Verzögungen mit sich gebracht habe. Nun aber geht’s los, und das plopp plopp wird in wenigen Wochen nicht mehr da sein. Die Sulzbachtalbrücke ist in Höhe des Anwesens Diersch 50 Meter hoch.

Und damit das höchste Brückenbauwerk im Saarland. Ein Novum laut Werner Nauerz: Bei Sanierung der Ükos (die Bauelemente gleichen die Verformungen und Bewegungen des Brückenüberbaus gegenüber den Brückenenden aus) werden erstmals im Saarland schallschluckende Dämm-Matten in die Hohlräume eingebracht.

100 000 Euro, so der LfS, gebe man allein hierfür aus. Die gesamte Baumaßnahme schlägt mit 500 000 Euro zu Buche. Nach all diesen Informationen geht die SZ mit den LfSFachleuten und Peter Diersch noch ein Stück in orangefarbenen Sicherheitswesten spazieren – auf der Sulzbachtalbrücke; an der Großbaustelle in spe, auf der an diesem Morgen vor allem der Schwerlastverkehr brummt. Es zieht heftig und der Lärm der Fahrzeugmotoren setzt einem zu. Und was die Verkehrsteilnehmer alles „verlieren“: abertausende von Zigarettenstummel, Plastik, alles da, sogar eine Bratpfanne liegt da herum. Peter Diersch zückt freudig den Fotoapparat, als weit unten sein Haus sichtbar wird: klick klick! Nur noch wenige Wochen, dann ist sein plopp plopp vergessen.

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