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Bald keine Transplantationen mehr in Homburger Uni-Klinik?

Das Universitätsklinikum in Homburg sollte bei Transplantationen nach Ansicht des Wissenschaftsrates bestimmte Aufgaben abgeben und verstärkt mit Einrichtungen außerhalb des Landes zusammenarbeiten. Dies sei nötig, um die Qualitätsstandards sicherstellen zu können – auch wenn dies mit finanziellen Einbußen für das Klinikum verbunden sein könne.

Der Wissenschaftsrat, der dem Land Empfehlungen zur Umgestaltung seiner Hochschullandschaft gegeben hat, rät in dem Gutachten konkret dazu, in Homburg künftig auf Leber- und Lungentransplantationen zu verzichten. „Angesichts der Nähe der ausgewiesenen und größeren Transplantationszentren Mainz und Heidelberg ist zu hinterfragen, ob ein Lebertransplantationszentrum mit den entsprechenden Forschungsaktivitäten und Weiterbildungsmöglichkeiten unter gleichzeitig hohen Vorhaltungskosten langfristig erfolgreich und unter Sicherung der entsprechenden Qualitätsstandards betrieben werden kann“, heißt es in dem Gutachten. Ähnliches gelte für die Aktivitäten im Bereich der Lungentransplantationen. Die Zahl der Nierentransplantationen sei zwar stabil und rechtfertige eine Aufrechterhaltung der Transplantationsmedizin am Uniklinikum.

„Der Wissenschaftsrat hält es gleichwohl für angebracht, für den Bereich der Nierentransplantationen eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit mit dem städtischen Westpfalzklinikum in Kaiserslautern unter der Zielsetzung einzugehen, die wissenschaftliche und klinische Expertise zu bündeln“, schreiben die Gutachter.

Hier erscheine es zweckmäßig, die Koordination der Transplantationsaktivitäten am hochschulmedizinischen Standort in Homburg durchzuführen. Auf diese Weise könnten Ressourcen zusammengeführt und an beiden Häusern die Krankenversorgung optimiert werden. „Im Sinne einer für beide Seiten gewinnbringenden Arbeitsteilung“ könnte eine Behandlung komplexerer Fälle in Homburg und leichterer Fälle in Kaiserslautern erfolgen. Für die Knochenmarktransplantationen sei die Zahl (70 im Jahr 2012) hingegen „adäquat“.

Die Tätigkeiten hier stimmten auch mit dem wissenschaftlichen Schwerpunkt in der Hämatologie überein.

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