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Bald weniger Lehrer an Saar-Meisterschule?

Bei der Handwerkskammer
(HWK) geht die Angst um,
dass das Bildungsministerium
acht Lehrer von der HWK-Meister-
und Technikerschule
abziehen könnte.

Bei der Handwerkskammer (HWK) geht die Angst um, dass das Bildungsministerium acht Lehrer von der HWK-Meister- und Technikerschule abziehen könnte.

Der Vize-Chef der SPDFraktion im Landtag, Ulrich Commerçon, legte nach. „Die Ankündigung des Bildungsministeriums, sich im nächsten Jahr aus der Förderung der Meisterschule zurückziehen zu wollen, ist eine Beerdigung auf Raten“, meinte er. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) müsse „den Irrwegen von Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) ein Ende setzen“. Im Bildungsministerium war man verwundert.

„Ich stelle die Förderung der Meisterschule in keiner Weise in Frage“, ließ Kessler wissen. Bei einem Gesprächstermin zwischen Bildungs-Staatssekretär Stephan Körner und dem HWK-Hauptgeschäftsführer Georg Brenner sei lediglich am Rande darauf hingewiesen worden, dass die im Jahr 2006 unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Saarland und der HWK zur Mitte ihrer Laufzeit eine Erfolgskontrolle vorsehe. Hierbei solle in Erwägung gezogen werden, den Umfang der Lehrerabordnung zu überprüfen. HWK-Hauptgeschäftsführer Brenner bestätigt diese Darstellung. „Doch es macht wenig Sinn, bei uns Lehrer abzuziehen“, sagt er. Denn die Schule werde auch vom Wirtschaftsministerium mit 480 000 Euro unterstützt.

„Dann müssen wir die Lehrer einstellen und das Wirtschaftsministerium muss mehr zahlen“, macht Brenner deutlich. Auf eine Förderung durch das Land könne die HWK nicht verzichten. Denn in Kaiserslautern gebe es eine staatliche Meisterschule, wo die Schüler nichts bezahlen müssten. Trotz der Gebühren, die im Saarland fällig werden, „ist die Schule sehr gut ausgelastet“, sagt Brenner. Zurzeit lassen sich dort 256 junge Leute zu Meistern oder Technikern ausbilden. Die offizielle Kapazitätsgrenze liegt bei 250. Im Jahr 2006 hatte die HWK die Schule vom Land übernommen. Diese Vereinbarung läuft über zehn Jahre.

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