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Bank-Räuber gesteht Überfall in Altenkessel

Saarbrücken. Um schwere räuberische Erpressung geht es in einem Prozess, der jetzt vor dem Landgericht begonnen hat. Am 7. Dezember vergangenen Jahres erschien ein älterer Herr in der Sparkassenfiliale Altenkessel. Er war nicht maskiert und forderte mit vorgehaltener Pistole den Kassierer auf, eine Plastiktüte mit Geld zu füllen. Er entkam mit einer Beute von gut 21.000 Euro.

Der Angeklagte ist ein 55-jähriger Mann aus dem Landkreis Saarlouis. Gleich zum Prozessbeginn gab er den Überfall zu. Er habe jedoch keine scharfe Waffe, sondern die Spielzeugpistole seiner Tochter dabei gehabt. Seine finanziellen Verhältnisse seien „nicht so gut“. Er soll rund eine Million Schulden haben. Gelernt hat er den Beruf des Drehers, nach einem Arbeitsunfall war er Pförtner und nebenberuflich Versicherungsvertreter. Er bildete sich weiter, machte einen Abschluss im Versicherungswesen und betrieb eine Agentur, die neben Versicherungen auch Geldanlagen vermittelte Aus gesundheitlichen Gründen habe er sich aus dem Geschäft zurückziehen müssen. Von den Versicherungen sollte er eine Abfindung für den aufgegebenen Bestand erhalten. Die Beträge seien aber nicht in vollem Umfang geflossen.

Aber er wollte seinen gewohnten Lebensstil fortführen. Dabei scheint er in die Hände von Kredithaien geraten zu sein. Von den Banken bekam er nichts mehr, seine Sicherheiten waren ausgereizt. Von einem Mann bekam er ein Darlehen von 80 000 Euro zu 10 Prozent – monatlich. Er habe das Geld regelmäßig in einer Summe zurück gezahlt und sofort wieder als neuen Kredit erhalten. So sollen 731000 Euro Zinsen aufgelaufen sein. Er habe Drohungen erhalten, berichtet der Angeklagte. Von einem Mann namens Ali soll er telefonisch gewarnt worden sein, Frau und Kinder in Sicherheit zu bringen. Er kam bei einem Freund unter. Der Prozess wird am heutigen Mittwoch fortgesetzt. jht



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