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Bau des Center-Parcs am Bostalsee kann beginnen

Der Bau eines Center-Parcs Ferienparks am Bostalsee soll in den kommenden Monaten beginnen.

Der Bau eines Center-Parcs Ferienparks am Bostalsee soll in den kommenden Monaten beginnen.

Saarbrücken/Nohfelden. Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise habe sich die Suche nach potenziellen Investoren für die 500 Ferienhäuser des geplanten Center Parcs am Bostalsee äußerst schwierig gestaltet, sagte Karl Rauber, Chef der Staatskanzlei, gestern bei einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei zum Ferienpark am Bostalsee. Diese Investorensuche sei der Grund für die zeitliche Verzögerung des Bauprojektes.



500 Ferienhäuser am Bostalsee
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Drei Investoren für die Ferienhäuser präsentierte Rauber: das Unternehmen Andersen & Sarstrup aus Dänemark, das Ferienhäuser in mehreren europäischen Ländern vermarktet, die Firma IETC aus Fresenburg, ein Zusammenschluss von fünf Holzbauunternehmen, und Pierre & Vacances aus Paris, die Muttergesellschaft von Center Parcs. Diese gründen eine Zweckgesellschaft zur Finanzierung, zum Bau und zur Vermietung der 500 Ferienhäuser am Bostalsee. Dabei geht es um ein Investitionsvolumen von insgesamt 45 Millionen Euro. Mit dabei ist auch der Landkreis St. Wendel über das Freizeitzentrum Bostalsee mit einer stillen Einlage von 4,5 Millionen Euro. Die Gesellschaft muss 20 Prozent der Investitionssumme als Eigenkapital einbringen, den Rest finanziert sie über Banken. Im Gegenzug mietet Center Parcs die Häuser und garantiert dafür Mieteinnahmen in den nächsten 15 Jahren von 55 Millionen Euro.

Die Projektgesellschaft Bostalsee, die aus der Gemeinde Nohfelden, dem Landkreis St.  Wendel und der Landesentwicklungsgesellschaft Saar besteht, ist wie bisher abgesprochen für die Grundstücke und die Erschließung des Parks verantwortlich. Hier sind Investitionen von 45 Millionen Euro vorgesehen. Die landeseigene Strukturholding Saar baut die so genannte Zentraleinheit mit Schwimmbad und Restaurants für 40 Millionen Euro und vermietet diese an Center Parcs. Für die Zentraleinheit einschließlich Infrastruktur und Häuserumfeld garantiert Center Parcs in den kommenden 30 Jahre eine Miete von insgesamt 120 Millionen Euro.

 Zuschuss von insgesamt 32 Millionen Euro

Wirtschaftsminister Christoph Hartmann sagte, dass das Land den Ausbau der Infrastruktur durch die Projektgesellschaft mit einem Zuschuss von 24 Millionen Euro fördere und den Bau der Zentraleinheit mit acht Millionen Euro.

Hartmann verteidigte das große finanzielle Engagement der öffentlichen Hand. Die Landeszuschüsse von 32 Millionen Euro seien gut angelegt. Bei nur 300.000 Übernachtungen im Jahr stiegen die Übernachtungszahlen um 15 Prozent im Land. Zudem entstünden rund 350 neue Arbeitsplätze.

„Das Risiko trägt Center Parcs“

Den Investitionen der Strukturholding in die Zentraleinheit und der stillen Einlage des Landkreises stünden garantierte Mieteinnahmen gegenüber. Hartmann: „Das Risiko trägt Center Parcs.“

James Mennekens, Geschäftsführer von Center Parcs, unterstrich die Bedeutung des Parks am Bostalsee für sein Unternehmen. Es sei seit 15 Jahren der erste Center Parc, den man in Deutschland baue. Die Partner unterzeichneten mehrere Vereinbarungen und wollen möglichst schnell mit dem Bau starten. Landrat Recktenwald: „Sobald der Winter es zulässt, sollen die Bagger anrollen.“

 

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