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Bauarbeiten an der Promenade gehen zügig voran

Die Stadt ist aber mit dem Baufortschritt »sehr zufrieden«.

Die Stadt ist aber mit dem Baufortschritt »sehr zufrieden«.

Saarbrücken. Still war es gestern morgen an der Berliner Promenade – ungewohnt still. Kein Lärm von Saarbrückens wichtigster Baustelle mischte sich gestern in das Grundrauschen, das von der Autobahn kommt. Die Arbeiter seien zwar wie jeden Morgen gekommen, sagt Giuseppe Pascale, dessen Eiscafé direkt an der Baustelle liegt. Aber die meisten seien wieder gegangen. Stattdessen kamen einige Männer in hellen Hemden und Straßenschuhen.

Ein Problem auf der Baustelle? Nein, versicherten Stadtpressesprecher Thomas Blug und Claudia Marullo von der Giuseppe-Marullo-GmbH, der Völklinger Baufirma, die die neue Berliner Promenade hochzieht. Die Bauarbeiten seien „extrem schnell vorangegangen“, sagt Blug. Die Stadtverwaltung sei mit der Leistung der Völklinger Baufirma „sehr zufrieden“.
Auch Claudia Marullo ist zufrieden mit der Leistung ihres Teams. Schade sei nur, dass die neue große Treppe, die zum Saarufer führen wird, nicht pünktlich zum Saar-Spektakel am kommenden Wochenende fertig geworden ist. Aber es habe sich schon sehr früh abgezeichnet, dass das vom Bauablauf her nicht machbar ist. Die Treppe ist allerdings fast fertig betoniert, so dass die Fest-Besucher einen guten Eindruck davon bekommen, wie die neue Promenade aussieht.
Die Stadtverwaltung geht jedenfalls davon aus, dass das 26-Millionen-Euro-Projekt planmäßig im Frühling kommenden Jahres abgeschlossen ist, sagt Thomas Blug.

Dass die Arbeiter gestern eine Pause einlegen mussten, habe daran gelegen, dass „ein paar Sachen zu klären“ waren, sagt Marullo-Bauleiter Karl-Heinz Peter. „Auf großen Baustellen ist immer mal was“, erklärt er. Aber heute, spätestens morgen werde weiter Beton in die Verschalungen fließen. „Alles läuft vorschriftsmäßig“, versichert der 56-Jährige.
Wobei er als Bauleiter auf dieser ganz speziellen Baustelle einen ganz besonderen Job habe, sagt Peter. Es gebe da nämlich nicht nur rund 40 Arbeiter, sondern „200 Bauleiter“ – die vielen Schaulustigen nämlich, die vom Eiscafé oder von der Wilhelm-Heinrich-Brücke aus die Arbeiten nicht nur beobachten, sondern auch kommentieren. Er komme sich da manchmal vor wie ein Fußballtrainer, dem viele „Experten“ am Spielfeldrand und vor dem Fernseher erklären, wie man alles richtigmacht. Aber nach 30 Jahren auf Baustellen, sagt Peter, könne er damit sehr gelassen umgehen. Das Wichtigste sei: „Man muss den Überblick behalten.“ Und den hat Karl-Heinz Peter – auch wenn es mal vorübergehend etwas stiller wird auf der Baustelle.
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