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Baubeginn für Völklinger City-Center weiterhin unklar

So soll es werden (von der Rathausstraße aus) - fragt sich nur, wann.

So soll es werden (von der Rathausstraße aus) - fragt sich nur, wann.

Völklingen. Die Völklinger Bürger leben derzeit in Ungewissheit. Ebenso geht es Leuten, die für die eigene Arbeit handfeste Informationen brauchen über den Stand der Dinge beim Völklinger City-Center-Projekt. Etwa dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS). Der will demnächst den aufgeständerten Teil der Bundesstraße 51 in Völklingen sanieren. Dabei kommt auch die geplante Zufahrt zum Center-Parkhaus ins Spiel. Doch direkter Kontakt zum Center-Investor, der die Kosten für diese Zufahrt tragen muss, sei bisher nicht möglich gewesen, sagte der zuständige LfS-Ingenieur Udo Schuh der SZ (wir haben berichtet). Über das Vorhaben habe man nur mit der Stadt reden können.

Frage also an den Völklinger Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU): Wann beginnt endlich der Center-Bau? Wann rücken die Bagger an, die – als ersten Schritt – das Ex-Kaufhof-Gebäude, das alte Parkhaus nebenan und die vom Investor erworbenen Nachbarhäuser abreißen? „Wir wissen es nicht“, sagt Lorig. Die Lage sei noch ebenso wie im August: „Wir warten auf einen Vertrag.“

Dabei gehe es dabei um einen „Ankermieter“, den der Investor für das Center gewinnen wolle. Der habe aber noch nicht unterschrieben. Wichtig sei dieser Mieter mit Blick auf die Finanzierung des Projekts, erläutert Lorig. Banken gäben Kredite für solch ein Vorhaben erst frei, wenn – vertraglich abgesichert – das spätere Miet- Volumen eine gewisse Grenze überschreite. Mit dem „Ankermieter“ werde das sofort der Fall sein, dann könne das Geld fließen, der Bau beginnen. Doch dieser Vertrag sei bisher eben nicht unterzeichnet. Was im Klartext bedeutet: Der Investor hat den Finanzierungsnachweis fürs Center noch nicht, den er der Stadt vor Baubeginn vorlegen muss.

Im Hintergrund liefen aber alle Vorbereitungen weiter, sucht Lorig Bedenken zu zerstreuen. So sei die „Verschmelzung der Grundstücke“ im Gange: Aus den 14 Einzelparzellen, die der Investor gekauft hat, werde nun eine. Auf Nachfrage muss Lorig freilich einräumen, dass das nur ein juristisch-formaler Akt ist, für die Verwirklichung der Pläne ohne Belang.

Erneute Verzögerung also. Sie könnte letztlich die Stadt in Bedrängnis bringen: „Das alles“, sagt Lorig, „muss relativ schnell passieren, weil wir für unseren Part auf Zuschüsse angewiesen sind.“ Aufgabe der Stadt wird es sein, zunächst die so genannte Planstraße auf der Center-Rückseite zu bauen und später den Platz zwischen Center und Altem Rathaus zu gestalten. Zuschüsse dafür müssen nach Lorigs Auskunft bis 2014 abgerechnet sein – was in der Tat dazu zwingt, schleunigst mit dem Bau zu beginnen.

Trotz allem gibt sich Lorig unerschütterlich zuversichtlich: „Wir vertrauen darauf, dass es läuft.“

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