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Baubeginn für neue Feuerwache

Nachrichten aus dem Raum Völklingen

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Naßweiler. „Das ist Feuerwehr live“, stellte Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) am Mittwochnachmittag fest. Während der Feierstunde im Naßweiler Gewerbegebiet Am Hirschelheck mussten die Wehrleute zu einem Verkehrsunfall nach Karlsbrunn ausrücken.

In der neuen Feuerwache Süd werden die Löschbezirke Naßweiler, St. Nikolaus und Emmersweiler zusammengeführt. Dreistadt sprach von einem „zukunftsweisenden Projekt“. Der demografische Wandel, sagte er, gehe auch an der Feuerwehr nicht vorbei. Die Bündelung der Kräfte soll die Wehr vor dem Hintergrund sinkender Bevölkerungszahlen schlagkräftiger machen, die laufenden Kosten reduzieren und die Tagesalarmbereitschaft erhöhen. Das Konzept hatte die Feuerwehr selbst entwickelt und in einem Arbeitskreis mit Vertretern von Politik und Verwaltung abgestimmt. Im Dezember 2008 gab der Gemeinderat grünes Licht. „Diese Neustrukturierung hat das Ziel, den Bestand der Freiwilligen Feuerwehr auf lange Sicht zu gewährleisten“, sagte Brandinspekteur Reiner Schwarz.

Großrosselns Wehrführer Friedrich Schido berichtete von der guten Zusammenarbeit der drei Löschbezirke, etwa bei Übungen. Die neue Feuerwache soll über eine Mannschafsstärke von ungefähr 45 aktiven Feuerwehrleuten verfügen. Innenminister Stephan Toscani (CDU) lobte das Pilotprojekt. Wegen des Vorbildcharakters unterstützt das Land den Bau mit mehr als den üblichen 40 bis 50 Prozent. Toscani überreichte einen Förderbescheid in Höhe von gut einer Million Euro – das sind zwei Drittel der Baukosten.

Da die Reden in einer beheizten Lagerhalle gehalten wurden, brauchte niemand kalte Füße zu fürchten. Kalte Füße bekamen die Verantwortlichen auch nicht, als das Projekt im vergangenen Jahr erneut diskutiert wurde. Denn es hatte sich gezeigt, dass die Umsetzung der ursprünglichen Entwürfe zu teuer geworden wäre: Dem vom Gemeinderat freigegebenen Betrag von 1,56 Millionen Euro standen vom Architekten berechnete Kosten von 1,65 Millionen Euro entgegen.

In Absprache mit der Feuerwehr wurden die Pläne überarbeitet. So gelang es, den ursprünglichen Kostenrahmen einzuhalten. Der zunächst separat geplante Jugendraum wird nun in den großen Schulungsraum integriert. Mit einer Faltwand lassen sich beide Bereiche trennen. Außerdem fällt die Küche kleiner aus, statt Glastüren werden normale Türen eingebaut, der Technikraum wird ins Erdgeschoss verlegt.

Es gibt drei Fahrzeugboxen, eine Werkstatt und einen Lagerraum. Architekt Manfred Schaus erklärte, dass der Massivbau mit einer Nutzfläche von 605 Quadratmetern konzipiert wurde. Läuft alles nach Plan, kündigte Verwaltungschef Dreistadt an, soll die neue Feuerwache Süd in etwa einem Jahr in Betrieb gehen.

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