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Bauchredner Sebastian Reich macht auf seiner Tournee Station in Merzig

Sebastian Reich mit Nilpferd-Dame Amanda.

Sebastian Reich mit Nilpferd-Dame Amanda.

Sind Sie und Amanda schon im Weihnachtsfieber?

Sebastian Reich: Oh ja, wir sind schon mittendrin. Wir waren schon auf verschiedenen Weihnachtsmärkten, unter anderem in unserer fränkischen Heimat Würzburg. Auf dem Christkindlmarkt in Nürnberg hat Amanda mit einem großen Chor für einen guten Zweck ‚O du Fröhliche‘ gesungen. Sie empfiehlt den Markt vor allem wegen der guten Nürnberger Lebkuchen .

Apropos Lebkuchen : Verschenken Sie als gelernter Bäcker und Konditor zu Weihnachten auch Selbstgebackenes?

Reich: Ja! Trotz Tour und noch anstehender Fernsehaufzeichnungen gibt's seit meiner Kindheit – mit Sicherheit verstärkt durch meine Lehre – die Tradition, mit meiner Mutter jedes Jahr Plätzchen zu backen. Die verschenken wir dann in schönen Päckchen an Verwandte, Freunde und Nachbarn. Für dieses Jahr haben wir es schon geschafft, auch wenn es einmal bis tief in die Nacht ging.

Gibt‘s denn auch ein Geschenk für Amanda?

Reich: Nein, zumindest nicht von mir. Vom einen oder anderen Fan bekommt sie aber Weihnachtspost und Geschenke. Das sind zum Beispiel Shirts mit lustigen Sprüchen drauf, die auch oftmals gegen mich schießen. Da merkt man schon, auf welcher Seite die Fans stehen. Ich hab in meinem Büro auch einen Nilpferd-Adventskalender, jedes Päckchen sehr liebevoll mit Süßigkeiten gefüllt. Ich freu mich immer sehr über Fanpost und hebe alles auf.

Mit Amanda diskutieren Sie ja immer wieder über ein paar Kilos zu viel auf den Rippen und wie man die losbekommt. Wer von Ihnen schafft es denn eher, an einem Teller voll Plätzchen vorbeizugehen?

Reich: Eindeutig ich! Amanda kennt bei allem, was süß und Essen betrifft, keine Gnade. Deshalb leidet vor allem sie darunter, dass ich seit April abnehme und Sport mache, was auch ein großes Thema unserer Show ist. Ich bin ganz stolz, dass ich trotz Weihnachtszeit diszipliniert bin, ohne wirklich zu verzichten. Wenn ich doch mal Plätzchen esse, mache ich einfach mehr Sport.

Bleiben wir mal bei der Körpermitte. Wie lange haben Sie denn gebraucht, frei aus dem Bauch heraus zu reden?

Reich: Ich hab das Bauchreden von meinem Onkel erlernt, dafür waren insgesamt drei Jahre nötig. Das ist ein sehr zeitintensiver, anstrengender, oft auch deprimierender Prozess, weil es teilweise nur sehr langsam vorangeht. Es erfordert schon Disziplin, da am Ball zu bleiben. Vor 14 Jahren stand ich dann das erste Mal als Bauchredner auf der Bühne. Die Spielchen und Besonderheiten wie Amanda singen zu lassen und verschiedene Charaktere mit verschiedenen Stimmen zu formen, kamen dann mit den Jahren.

Müssen sie Bauchreden immer wieder üben oder ist das wie Fahrrad fahren?

Reich: Es ist wie Fahrrad fahren. Mein Training ist es, dreimal pro Woche auf der Bühne zu stehen. Wenn ich ein neues Programm habe – das ist im Dezember 2017 wieder der Fall – geht es weniger um die Stimme, sondern mehr um das Spiel mit der Figur. Darum, welche Stimmlage die Figur hat, welchen Charakter.

In welchen Situationen kommen Ihnen die besten Einfälle?

Reich:Das kann im Auto sein, mitten im Getümmel in der Stadt. Die besten Geschichten fallen mir meistens abends im Bett ein, wenn ich zur Ruhe komme und den Tag Revue passieren lasse. Deshalb hab ich immer einen Notizblock aufm Nachtschränkchen liegen.

Und wann haben Sie bemerkt, dass da ein Nilpferd aus Ihnen heraus quatscht?

Reich:Amanda ist jetzt sieben Jahre an meiner Seite. Klar kommen immer wieder neue Charaktere hinzu, aber Amanda ist die Hauptfigur, die die Leute sehen wollen.

Wie viele Charaktere beherrschen Sie neben der Nilpferd-Diva?

Reich: Das sind bestimmt über 20, im aktuellen Programm mit Amanda fünf. Da waren auch diverse Dialekte dabei, eine Figur aus Sachsen zum Beispiel oder aktuell aus Franken.

Sie haben die sächselnde Maus Ronny angesprochen. Als gebürtiger Würzburger sprechen Sie fränkisch. Gibt es einen Dialekt, den Sie partout nicht beherrschen, aber gerne könnten?

Reich: Nieder- oder oberbayerisch oder auch mal sächsisch beherrsche ich recht gut. Was ich gar nicht kann, aber immer bewundere, ist das Plattdeutsch der Menschen im hohen Norden. Zwar komme ich da nicht immer mit, fühle mich aber sehr gut unterhalten.

Saarländisch oder moselfränkisch sprechen Sie wahrscheinlich auch nicht.

Reich: Nee, nicht wirklich. Aber vielleicht lerne ich ja noch was.

In Ihrem aktuellen Programm „Amanda packt aus“, mit dem Sie am Samstag nach Merzig kommen, plaudert die Nilpferd-Dame über Tour-Erlebnisse. Was war das Kurioseste, was Sie unterwegs erlebt haben?

Reich: An Hotelrezeptionen passieren die lustigsten Sachen – vor allem dann, wenn ‚Sebastian Reich mit Amanda‘ angekündigt wurden und wir ein Doppelzimmer kriegen. Da werde ich dann oft gefragt, wo meine Begleiterin ist. Ich sag‘ dann automatisch: Das ist ne Puppe. Was die Sache nicht unbedingt besser macht…

Da entstehen dann aber auch wieder Teile für die Show.

Reich: Ein Teil der Show ist ja die Suche nach dem Richtigen für Amanda.

Was glauben Sie denn, wird sie das Nilpferd ihres Herzens noch finden?

 

Reich: Sie sucht kein Nilpferd, so viel kann ich verraten. Sie sucht den Mann fürs Leben und wird sich definitiv auch in Merzig auf die Suche machen.

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