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Baustelle Eisenbahnstraße: Geschäfts-Umsatz sinkt um 50 Prozent

Die Dauerbaustelle in der Eisenbahnstraße.

Die Dauerbaustelle in der Eisenbahnstraße.

Bis zu 50 Prozent Kunden- und Umsatzrückgang beklagen Geschäfte in der Saarbrücker Eisenbahnstraße im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Eisenbahnstraße wird noch bis Ende 2014 komplett erneuert. Sie soll ihre ehemalige Bedeutung als Einkaufsstraße zurückerlangen. Im laufenden Jahr war die Straße bereits durch Erdarbeiten der Saarbrücker Versorgungsbetriebe eine Großbaustelle, sodass das Durchhaltevermögen der hier ansässigen Unternehmen auf eine lange harte Probe gestellt wird.

Robert Mertes, Bürgerreferent der Stadt Saarbrücken, berichtet auf Anfrage, dass es einige Beschwerden aus der Anliegerschaft gebe. Bei solch einem Großprojekt bleibe nicht aus, dass sich Geschäftsleute und Bewohner über Einschränkungen ärgerten. Es sei aber zu bedenken, dass die Behinderungen nicht zu vermeiden seien. Die meisten Anlieger hätten Verständnis. Die Stadt Saarbrücken sei sehr bemüht, bei jedem einzelnen Bauabschnitt deren Interessen im Auge zu haben und quasi auf Zuruf Wünsche zu berücksichtigen. Der städtische Baustellen-Manager Marcus Rauch sei „absolut top“. Bereits beim Bau des Rabbiner-Rülf- Platzes habe er die Interessen der Anlieger und des Projektes vorzüglich zusammengebracht. Wie Nachfragen unserer Zeitung ergaben, wird in der Eisenbahnstraße wohl in der Tat Wort gehalten, und die Bewohner können sich auf Zusagen der Bauleitung verlassen. Das persönliche Verhältnis der Alt-Saarbrücker zu den Mitarbeitern der hier tätigen Baufirmen gilt als entspannt.

Mancher Geschäftsmann beklagt allerdings im Rückblick, dass die Straße über Jahrzehnte städtebaulich vernachlässigt worden und deshalb ein Investitionsstau aufgetreten sei. Hätte man sich regelmäßig um sie gekümmert, wäre heute keine Zwei- Jahres-Baustelle nötig, heißt es. Größter Anlieger der Baustelle – und größter Zahler der Ausbaubeiträge – ist die Sparkasse Saarbrücken.

Sie versucht, dem Projekt das Beste abzugewinnen und stellte sogar ihre Räume für Infoveranstaltungen des Baudezernates zur Verfügung. Die langwierige Baumaßnahme stelle zwar eine Belastung für die Bewohner dieses Viertels dar, müsse aber in Kauf genommen werden, so Sprecher Bernd Heinrichs. Die bis jetzt schon sichtbaren Ergebnisse belegten, dass die Eisenbahnstraße ein ganz neues Gesicht bekomme und wesentlich attraktiver werde. Das wirke sich positiv auf die hier angesiedelten Geschäfte und den gesamten Bereich aus und mache das Viertel attraktiv für Neuansiedler.

Eine schlechte Nachricht gibt es dann doch noch: Stadt-Bau- Manager Rauch war wohl so gut, dass die Bauwirtschaft ihn entdeckte und abwarb. wp

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