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Baustelle: Umweg für ADAC Rallye Fahrer

Wegen einer Baustelle auf der A 62 müssen die Teilnehmer der ADAC Rallye Deutschland, die vom 23. bis 26. August durch das nördliche Saarland und den Hunsrück führt, einen Umweg fahren.

Wegen einer Baustelle auf der A 62 müssen die Teilnehmer der ADAC Rallye Deutschland, die vom 23. bis 26. August durch das nördliche Saarland und den Hunsrück führt, einen Umweg fahren.

Neunkirchen/Birkenfeld. Keine drei Wochen vor der ADAC Rallye Deutschland, die vom 23. bis 26. August durch das nördliche Saarland und den Hunsrück führt, wurde es für die Organisatoren noch einmal hektisch: Eine Baustelle auf der A 62 zwischen den Anschlussstellen Türkismühle und Birkenfeld – der Verkehr ist dort zur Zeit nur einspurig möglich. Eben dort sollten am Samstag die Rallye-Teilnehmer von der Wertungsprüfung Peterberg zur Wertungsprüfung in Baumholder fahren, wie schon die neun Jahre zuvor.

„Wir haben alle zuständigen Behörden im Februar bei einer gemeinsamen Besprechung über den geplanten Streckenverlauf informiert und Genehmigungen eingeholt“, sagt Rallye-Leiter Armin Kohl. Doch kein Mitarbeiter des für den Abschnitt auf der A 62 zuständigen Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) sei erschienen. Auch auf das Protokoll der Sitzung habe der LfS nicht reagiert. „Nur eine Fahrbahn und keine Wendemöglichkeit zu haben, ist uns zu riskant. Wenn eines der Fahrzeuge eine Panne hat, bringt das den ganzen Zeitplan des Wettbewerbs aus dem Konzept“, äußert Kohl Bedenken. Mit 150 Rallye-Autos und Besuchern rechnet der ADAC mit einem Tross von etwa 5000 Autos. Gemeinsam mit dem LfS hat sich der Automobilclub auf eine alternative Strecke geeinigt. Die Fahrzeuge verlassen nun die A 1 bei Nonnweiler-Primstal und werden über Selbach, Neunkirchen/Nahe, Gonnesweiler und Türkismühle nach Birkenfeld umgeleitet – ein Umweg von zehn Kilometern mit Konsequenzen: „Wir mussten alle Behörden informieren und die Fahrtenbücher aktualisieren“, sagte Rallye-Leiter Kohl.

Der LfS bewertet die Situation hingegen anders: „Wir gehen nicht davon aus, dass unsere Baustelle den Ablauf der Veranstaltung erheblich stört“, sagt LfS-Sprecher Klaus Kosok. Vielmehr liege das Risiko darin, dass die Rallye-Fahrzeuge, um möglichst schnell und leicht zu sein, wenig tankten und möglicherweise aus Spritmangel liegen blieben. Mit der Alternativroute sei man dem Veranstalter entgegengekommen.

Zu der Februar-Besprechung gehe der LfS bereits seit acht Jahren nicht mehr. „Im Februar weiß der Veranstalter selbst noch nicht genau, ob die Rallye so durchgeführt werden kann, wie er sie plant“, sagt Kosok. Die konkreten Streckenpläne gebe es vom ADAC erst im Mai. Zudem könne der LfS im Februar noch keine verbindlichen Aussagen über seine Bauvorhaben machen, da dafür zuvor die Winterschäden ausgewertet werden müssten. „Diejenigen Verkehrsteilnehmer, denen der Zustand der Autobahn wichtiger ist als eine Rallye, hätten kein Verständnis dafür, wenn wir notwendige Sanierungen von schadhaften Straßen wegen einer Sportveranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben würden“, gibt Kosok zu bedenken.

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