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Baustellen: Die Saarbrücker Bahnhofstraße kommt bis 2016 nicht zur Ruhe

Am einfachsten, am schnellsten und am billigsten wäre es gewesen, die ganze Bahnhofstraße entlang einen Graben zu ziehen, neue Gas- und Wasserleitungen zu legen und wieder zuzumachen. Dass man sich für eine Wanderbaustelle entschieden hat, deren Abschnitte höchstens zehn bis 20 Meter lang sind, sagt Stadtwerke-Abteilungsleiter Horst Schimeczek, sei dem Handel und seinen Kunden geschuldet – und der Feuerwehr.

Die aus den 50er Jahren stammenden Leitungen müssen zwar unbedingt erneuert werden, aber man wolle dabei weder die Bewegungsfreiheit der Rettungsdienste noch der Kunden zwischen den Geschäften unnötig stören, erklärt Schimeczek. Im vergangenen halben Jahr sind bereits in zwei Bauabschnitten Leitungen erneuert worden.

Die Arbeiten seien weitestgehend reibungslos verlaufen. Man sei zwar an einigen Stellen auf alte Fundamente gestoßen, die man an der Stelle nicht erwartet habe, aber der Fund einer alten Fliegerbombe sei den beiden Teams, die die Leitungen verlegen, zum Glück erspart geblieben. Wenn es so unproblematisch bleibe, seien die Stadtwerke im September mit den neuen Leitungen fertig, sagt Horst Schimeczek.

Wenn die Stadtwerke fertig sind, kümmert sich die Stadt um den Belag der Bahnhofstraße. Die rosafarbenen Marmorplatten sollen nur noch unter den Arkaden liegen, sagt Amtsleiter Werner Maurer. Der graue Steinbelag in der Mitte soll bleiben. Dazwischen soll ein neuer, stabiler Belag aufgebracht werden – womöglich roter Asphalt.

Das Problem mit den Marmorplatten, die „eigentlich für die Ewigkeit gedacht“ waren, wie Maurer sagt, sei: Sie halten dem Schwerlastverkehr nicht stand, der immer wieder in die Fußgängerzone muss – zu Baustellen, aber auch zum Anliefern für die großen Geschäfte. Die Entscheidung, welcher Bodenbelag verwendet wird, treffe aber der Stadtrat, betont Werner Maurer. Eins sei aber klar: Der Belag müsse „kaugummiverträglich“ sein.

Bereits im Mai soll die Erneuerung der Schifferstraße, einer der Verbindungen zur Berliner Promenade, abgeschlossen sein. Die Straße führt dann nicht mehr zur Saar, sondern nach oben auf die Promenade. Durch die Anhebung ist Raum für eine Tiefgarage entstanden. In vier Monaten soll alles fertig sein – inklusive Beleuchtung und Bänken.

Wohl schon etwas früher ist der Neubau der PSD-Bank an der Ecke Bahnhofstraße/Sulzbachstraße fertig, teilt der Baustellenkoordinator Martin Meiser von der städtischen Entwicklungsgesellschaft GIU mit. Und auch seine Kollegin Nicole Böhler hat gute Nachrichten: Das Rivage-Gebäude auf der Promenade, das auf dem Gelände des ehemaligen Drescherhauses gebaut wird, wird dieses Jahr auch fertig. Der Rohbau steht, die GIU beginne nun mit dem Innenausbau.

Die Wohnungen im fünften und sechsten Stock seien bereits vermietet. Die Gastronomie im Erdgeschoss und ersten Stock auch. Einige Büroräume in den Stockwerken dazwischen sind noch zu haben. Und in diesem Frühjahr soll dann auch der Aufzug gegenüber fertiggestellt werden, der den oberen Teil der Promenade mit der Straße an der Saar verbindet und dessen Rohbau schon lange steht.

sb-schafft.de
 
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