L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (01:43)

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Beamter angeklagt: Handy ins Gefängnis geschmuggelt

Saarbrücken. Ein 32-jähriger Vollzugsbeamter muss sich seit gestern wegen Bestechlichkeit vor Gericht verantworten. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll er für einen Saarbrücker Häftling ein Mobiltelefon ins Gefängnis geschmuggelt haben. Dafür soll der Beamte 200 Euro bekommen haben.

Begonnen hat laut Staatsanwaltschaft die Geschichte im dritten Quartal 2006 hinter Gittern. Dort verbüßten damals ein Kaufmann (63) und ein Hausmeister (40) ihre Strafen. Der jüngere der Männer habe auch in der Haft ein dort verbotenes Handy zur Verfügung gehabt. Angeblich, um seine Geschäfte abzuwickeln. Das habe dem Älteren gefallen, so etwas habe er auch habe wollen. Und man habe sich geeinigt, dass beide sich zwei Handys einschmuggeln lassen.

Die Ehefrau des Kaufmanns habe zwei Handys gekauft und mit 300 Euro in ein Paket gesteckt. Das sei an die Freundin des zweiten Inhaftierten gegangen. Diese Frau habe 100 Euro aus dem Paket genommen und für sich behalten. Dann habe sie das Paket weitergeleitet an die Mutter des Mithäftlings mit den vermeintlich guten Kontakten. Die Rentnerin habe das brisante Paket einem Bekannten weitergereicht, der es schließlich dem JVA-Beamten gegeben habe. Anschließend sei eines der beiden Geräte im Gefängnis gelandet und dort von dem 40-Jährigen benutzt worden. Dieses Handy sei bei einer Zellenkontrolle gefunden worden. Der Verbleib des zweiten Telefons sei unklar. Es sehe aber so aus, als habe der JVA-Beamte es nicht ins Gefängnis gebracht. Im Fall einer Verurteilung droht ihm nun wohl eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren.

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