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Beeder Storch starb an Altersschwäche

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. Der Alte ist tot. Er starb vor einigen Tage in den grünen Wiesen am Fischweiher in Beeden. Altersschwäche, wie seine Betreuer vermuten.

Der Alte hatte nie wirklich einen Namen, er stammte aus dem Elsass, wie aus seiner Beringung hervorging; und er hieß nun mal so unvorteilhaft, weil er 1997 der erste Storch war, der sich im Großraum Homburg niederließ. Damals war er schätzungsweise bereits zehn Jahre alt. Am Ende hing der Alte so an seiner neuen Heimat am Fischweiher, dass er sich sogar die Mühe ersparte, jeden Herbst den großen Flug Richtung Südspanien oder Nordafrika anzutreten.

„Der ist hier ganzjährig heimisch geworden“, betont Gustav Zimmermann, der Vorsitzende vom Beeder Angelverein, der sich nicht nur um die Fische, sondern auch um die Tiere über Wasser kümmert. Zunächst war der Alte allein, doch vor rund zehn Jahren gesellte sich eine Partnerin zu ihm, deren Herkunft unbekannt ist, denn einen Ring trug sie nicht. Die Beeder nannten sie natürlich nicht „die Alte“, sondern Gretchen.

Gretchen und der Alte zeugten jedes Jahr fleißig Jungstörche, im vergangenen Jahr waren es noch vier, in diesem Jahr nur noch eines. „Der Alte machte schon seit längerer Zeit keinen vitalen Eindruck mehr, der stand immer öfter bedrippelt in den Wiesen herum“, erzählt Gustav Zimmermann. Nun fragt er sich, wie die Zukunft wohl aussieht ohne den Alten.

Fliegt Witwe Gretchen mit ihrem Einzelkind ausnahmsweise in den Süden? Fliegt nur das Jungtier? Bekommt Gretchen einen neuen Partner? Fragen über Fragen. Ein bisschen traurig ist auch Günter Böhm: „Ich habe mich 13 Jahre ehrenamtlich um den Alten gekümmert. Meines Wissens muss das Tier 24 Jahre alt geworden sein.“ Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner war überrascht: „Was, der Alte ist tot? Das ist das erste, was ich höre.“ Still und unbemerkt von der Öffentlichkeit sei der bekannte, vom Beeder Fischweiher nicht wegzudenkende Storch, „der Alte“, in den Storchenhimmel entflogen, schrieb uns Tierfreundin Karin Gottfreund-Müller.

Der Alte sei eine beliebte Beeder Attraktion gewesen, der von den Besuchern des Fischweihers oft gefüttert worden sei. Mitunter habe der Alte auch schon einmal ein parkendes Fahrzeug angepickt, was seiner Beliebtheit jedoch keinen Abbruch getan habe.

„Schade, man hatte sich an den oft sorglos auf dem Weg oder zwischen den parkenden Autos wandelnden Alten so gewöhnt“, schreibt Gottfreund-Müller. Dem Alten sei es zu verdanken, dass im Gebiet an den Blieswiesen wieder mehrere Storchenfamilien eingezogen sind, „die stammen alle aus seiner Großfamilie“, erklärt Gustav Zimmermann.

So hat der Elsässer in der Saarpfalz für eine neue Population gesorgt. Und warum hat er das Elsass verlassen? „Weil bei uns immer weniger Elsässisch, dafür immer mehr Französisch gesprochen wird“, hatte der Kabarettist Roger Siffer aus Straßburg mal beklagt, „da drehen sich die Störche irgendwann um und fliegen woanders hin“. Vielleicht, so hofft Karin Gottfreund-Müller, ,,kriegt das Gretchen ja bald wieder einen Franzos’’’. maa

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