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Bei Bauarbeiten gefunden: Das hat es mit den Dudweiler Gebeinen auf sich

Historische Beiträge

In Band Nummer 6 ihrer ,,Historischen Beiträge“ sind unter anderem auch die Merkmale der Friedhöfe, der Begräbniskultur und vieles andere mehr dargestellt. Meier, der beim Fund des Grabes selbst zugegen war, erklärt, dass es sich um den wohl ältesten Grabstein handelt, den man in Dudweiler bislang aus der Erde geholt hat. Beerdigt wurde hier ein junger Mann mit Namen Karl Bollmann. Geboren 1869 fand er, der Sohn eines Lehrers, mit gerade mal 21 Jahren im Juni 1890 den Tod. Der in unserer Region bekannte Historiker Karl Ludwig Jüngst hat unter anderem auch diese Familiengeschichte erforscht, und zwar in seinem 2001 erschienenen Buch mit dem Titel ,,Einwohner von Dudweiler und Jägersfreude 1855-1885.“

Der 21-Jährige, so Friedel Meier, suchte den Freitod. Umso erstaunlicher, dass man ihn auf einem Friedhof beerdigte. Das war zur damaligen Zeit nicht an der Tagesordnung. Der Friedhof selbst – auch das geht aus den ,,Historischen Beiträgen“ hervor – wurde zunächst von 1829 bis ins Jahr 1863 belegt. Von 1890 bis 1901 erfolgte die Wiederbelegung. Anschließend wurden die Verstorbenen am heutigen Friedhof am Jungenwald (Neuweiler Straße) beigesetzt.

Wie die Geschichte um den Grabstein weitergeht, wollen die Mitglieder der Dudweiler Geschichtswerkstatt natürlich im Auge behalten. Vor allem aber müssen nun die im Park aufgefundenen sterblichen Überreste des jungen Mannes umgebettet werden.

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