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Beim FCS funktionierte alles - auch abseits des Platzes

Feiertag im Ludwigspark: Nach dem 3:1-Sieg des 1. FC Saarbrücken gegen Werder Bremen holten sich die FCS-Spieler ihren verdienten Applaus in der Fankurve ab.

Feiertag im Ludwigspark: Nach dem 3:1-Sieg des 1. FC Saarbrücken gegen Werder Bremen holten sich die FCS-Spieler ihren verdienten Applaus in der Fankurve ab.

Es war eines dieser Fußballspiele, von denen man seinen Enkeln noch erzählen kann. Mit 3:1 fegte Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken Erstligist Werder Bremen aus dem Ludwigsparkstadion und damit aus dem DFB-Pokal. 15 424 Menschen erlebten diese hochemotionale Partie vor Ort mit – auch die FCS-Clubführung. Präsident Paul Borgard umarmte jeden, der ihm vor die Füße lief. Schatzmeister Dieter Weller strahlte und sagte: „Auf so ein Spiel haben wir seit Jahren gewartet.“ Und Vize-Präsident Harald Ebertz half die herausragende Leistung des FCS sogar in „Erziehungsfragen“: „Mein Sohn ist ja eigentlich Werder-Fan, aber heute hat ihn der FCS begeistert.“

Die Spieler, die von Fans als Helden gefeiert wurden, trafen sich gestern morgen zum Regenerationstraining. Helden wie Serkan Göcer, der mit Abstand sein bestes Spiel in blau-schwarz bestritten hat. Er sagte: „Natürlich bin ich glücklich, mich so präsentieren zu können, aber es war ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Die Jungs sind ran wie Pitbulls.“ Helden wie Tim Kruse, der nach langer Verletzungspause über 120 Minuten bewies, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. „Ich war fast auf den Tag genau sechs Monate weg“, sagte der 30-jährige Kruse, „das war sicher eines der bewegendsten Spiele meiner Karriere. Ich bin erst gegen 3 Uhr eingeschlafen.“ Helden wie Tim Stegerer, Philipp Kreuels und Pascal Pellowski, die eingewechselt wurden und gleich 100 Prozent Leistung brachten.
„Gerade die Jungs von der Bank haben uns immer wieder ein Stück nach vorne gebracht“, lobte Christian Eggert. Dass Kapitän Marc Lerandy nur zuschauen durfte, war für Trainer Jürgen Luginger einzig eine Randnotiz. „Wir haben gesehen, dass wir alle Spieler im Laufe dieser Saison brauchen werden“, sagte Luginger, „das gilt auch für Marc.“

Doch nicht nur auf dem Platz passte alles. Das vom FCS in Zusammenarbeit mit der Stadt und Caterer Schröder erarbeitete Versorgungskonzept ging auf. Zwar bildeten sich – wie bei solchen Großveranstaltungen üblich – an den Verkaufsständen auch mal Schlangen, Engpässe wie 2012 blieben allerdings aus. „Ich hoffe, dass das Schalke-Thema jetzt keines mehr ist“, sagte FCS-Geschäftsführer Thomas Heil, „wir haben alles Machbare möglich gemacht, alles ist optimal verlaufen.“ Die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes mussten in nur 22 Fällen Hilfe leisten. Auch die Polizei verlebte einen ruhigen Pokal-Nachmittag. „Es gab nur eine Ingewahrsam-Nahme“, teilte Landespolizei-Sprecher Hans-Peter Schäfer mit.
 
Hintergrund
Am kommenden Samstag um 21 Uhr werden beim Bezahlfernsehsender Sky die 16 Partien der zweiten DFB-Pokalrunde gezogen. Losfee ist Europameisterin Lena Goeßling vom VfL Wolfsburg. Die Erst- und Zweitligisten sind im ersten, alle anderen Clubs – auch der 1. FC Saarbrücken – im zweiten Topf. Ist einer der Töpfe leer, werden die übrigen Spiele aus dem verbliebenen gezogen, wobei der jeweils erstgenannte Verein Heimrecht hat. Mit dem Einzug in Runde zwei haben alle 32 Clubs 183 000 Euro Fernsehgeld plus Anteil an Bandenwerbung (62 216 Euro für den Gastgeber, 41 477 für den Gast) sicher. Wird ein Spiel im frei empfangbaren TV übertragen, kommen 367 000 Euro für den Heimverein und 245 000 für den Gast hinzu. cor
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