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Beim FCS ging es 2010 richtig rund

Beim FCS ist im  Jahr 2010 so einiges passiert.

Beim FCS ist im Jahr 2010 so einiges passiert.

Saarbrücken. Am Samstag traf sich Drittligist 1. FC Saarbrücken zur Weihnachtsfeier. Es wurde auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt mit dem nicht erwarteten Durchmarsch durch die Regionalliga. Trainer Dieter Ferner schaffte das mit einer kaum verstärkten Oberliga-Elf. Abwehrspieler Alexander Otto sagte: „Diese Meisterschaft hatte keiner erwartet, darum war sie umso schöner.“ Mit dem Aufstieg sägte sich der Trainer ab – der DFB besteht auf die Fußballlehrer-Lizenz, die der 61-Jährige nicht hat. Er wollte nicht auf die Schulbank. Ein neuer Mann musste her, der die Arbeit fortsetzt. Es wurde Jürgen Luginger. Der sagt: „Es war ein Glücksfall. Co-Trainer Andreas Fellhauer ist ein Supertyp, auch Physiotherapeut Frank Sänger. Das passt.“ Ferner wurde Sportdirektor.

Mit Stephan Sieger, Martin Forkel und Maik Schutzbach wurden drei erfahrene Spieler geholt. Christoph Buchner, Ufuk Özbek, Manuel Stiefler und Andy Hubert sind Talente, die sich entwickeln müssen. „Wie sich die Mannschaft weiterentwickelt hat, sieht man am besten an Spielen gegen Braunschweig (0:3, 0:1, Anm. der Red.). Im Hinspiel ohne Chance, waren wir dort auf Augenhöhe“, sagt Luginger und ergänzt: „Wir haben einfach ein paar Punkte zu wenig, mit denen wir die ausstehenden Spiele hätten gelassener angehen können.“

FCS schreibt Geschichte

Der Aufsteiger startete mit Niederlagen gegen Offenbach (0:2) und Braunschweig und schien nach dem 7:0 bei Carl-Zeiss Jena – dem höchsten Sieg in der Geschichte der 3. Liga – in der Liga angekommen zu sein. Eine Serie von neun Partien ohne Niederlage kippte wegen vieler Unentschieden ins Gegenteil: Zehn Spiele ohne Sieg sorgten für eine Trainer-Diskussion. „Lugingers Entlassung stand nie zur Debatte“, sagte Paul Borgard, der neue Präsident. Im Oktober hatte sich Vorgänger Horst Hinschberger zurückgezogen. Borgard wusste morgens nicht, dass er abends bei der Mitgliederversammlung als Nachfolger präsentiert wird.

Ein „Höhepunkt“ der Versammlung war die Rede von Schatzmeister Dieter Weller, der in einem Rundumschlag vor allem Abspaltungsgedanken der Frauenfußball-Abteilung gegenübertrat. Noch ein Thema beherrschte den Abend: Der Stadionneubau. Der wiedergewählte Aufsichtsrats-Chef Reinhard Klimmt forderte im Vorfeld von der Politik Zusagen, sonst stünde er nicht mehr zur Verfügung. Von Klimmt dann verkündete Zusagen verpufften nach der Versammlung. Das Thema verschwand. „Wenn sich an der Infrastruktur, sprich Stadion, nichts ändert, ist mittelfristig die Existenz des Vereins gefährdet“, erklärte Klimmt.

Zurzeit liegt der FCS auf Platz zwölf. 21 Punkte aus 20 Spielen – es hätten mehr sein können. Und es stehen Vertragsgespräche mit Leistungsträgern wie Marcus Mann, Marc Lerandy und Nico Zimmermann an. Sicher scheint, dass Manuel Zeitz nach Mike Frantz und Philipp Wollscheid der dritte Saarbrücker ist, der in Nürnberg den Sprung in die Bundesliga schaffen will. Den Klassenverbleib schaffen will der FCS. „Das wäre so viel Wert wie eine Meisterschaft“, sagte Ferner.

Der FCS hat Stürmer Sven Krause vom SC Paderborn bis Saisonende ausgeliehen. Das vermeldet der Zweitligist auf seiner Internetseite. Der 24-Jährige hat bisher 17 Zweitliga-Spiele bestritten.

Die Spieler in der Einzelkritik

Enver Marina: Oft stark, aber seine groben Fehler kosteten den FCS vier Punkte. Note: 3.

Andy Hubert: Zeigte als Vertreter Marinas sein Talent. Note: 3.

Martin Forkel: Hatte anfänglich Probleme, wurde stabiler und eine Verstärkung. Note: 3.

Marcus Mann: Musste sich an Tempo und Härte gewöhnen. Vorbildlich sein Einsatz auf und neben dem Platz. Note: 2.

Marc Lerandy: Er hat sich zum zweikampfstärksten FCS-Abwehrmann gemausert. Note: 2.

Alexander Otto: Dem unermüdlichen Kämpfer verzeiht man technische Fehler. Note: 3.

Manuel Zeitz: Er wurde in die U20-Nationalelf berufen, wird zum Führungsspieler. Note: 2.

Stephan Sieger: Er hatte große Probleme, musste gegen harsche Kritik kämpfen. Zum Jahresende überragend. Note: 2.

Manuel Stiefler: Er hat sich toll entwickelt, ist die Überraschung der Vorrunde. Note: 2.

Nico Zimmermann: Der beste FCS-Kicker hat seine kämpferische Qualität entdeckt – nach einer Schwächephase. Note: 2.

Ufuk Özbek: Stark zu Beginn, ist er seit seiner Berufung in die türkische U19 auf der Suche nach der Form. Note: 3.

Giuseppe Pisano: Als Fehleinkauf abgeschrieben, erzielte er zuletzt drei Tore. Note: 3.

Maik Schutzbach: Anfänglich gesetzt, blieb er unter den Erwartungen zurück. Note: 4.

Velimir Grgic: Rennt, kämpft, aber traf nur drei Mal. Note: 4.

Markus Fuchs: Auch er hat drei Tore erzielt. Zu wenig, auch kämpferisch. Note 4.

Christoph Buchner: Er macht es Trainer Jürgen Luginger immer schwerer, ihn draußen zu lassen. Note: 3.

Lukas Kohler: Kämpfte mit Verletzungen. Der Allzweckwaffe fehlt darum die für sein Spiel nötige Fitness. Note: 4.

Jonathan Zydko: Kam trotz großem kämpferischem Einsatz nicht über die Rolle des Lückenbüßers hinaus. Note: 3.

Nico Weißmann und Nabil Dafi bleiben ohne Note. Weißmann verlor seinen Stammplatz, Dafi spielte überhaupt nicht. cor

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