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Beim FCS ist jeder Spieler an der Offensive beteiligt

Saarbrücken. Günter Netzer, Wolfgang Overath, Thomas Häßler, Wolfram Wuttke – Legenden des Fußballs, aber eine ausgestorbene Spezies. Den klassischen Spielmacher, den Zehner, sucht man im modernen Fußball vergebens. „Selbst Lionel Messi, Mesut Özil oder Mario Götze sind keine Spielmacher im klassischen Sinn“, sagt Manuel Stiefler, der beim 2:0 von Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken am Dienstagabend gegen Werder Bremen II auf der zentralen offensiven Mittelfeldposition spielte: „Die Jungs früher konnten sich nur auf das Spiel nach vorne konzentrieren, ihre ganze Kraft dafür aufsparen.“ FCS-Trainer Jürgen Luginger erklärt: „Heute müssen alle Spieler Laufarbeit auch nach hinten erfüllen. Ebenso wie es keinen Libero mehr gibt, gibt es auch den Zehner nicht mehr. Heute sucht man Innenverteidiger, die das Spiel eröffnen können.“

Statistiken zeigen, dass im 4-2-3-1-System oft die Außenverteidiger die meisten Ballkontakte haben. Auch von den beiden „Sechsern“ vor der Abwehr wird mehr erwartet als nur das Zerstören des gegnerischen Spielaufbaus. „Bei uns ist irgendwie jeder an Offensivaktionen beteiligt“, sagt Tim Kruse, einer der defensiven FCS-Mittelfeldspieler, „damit machen wir es jedem Gegner schwer, gegen uns zu spielen. Denn es reicht dann nicht aus, nur einen oder zwei Mann aus dem Spiel zu nehmen.“

Dass auch heute im Spiel nach vorne „kreative Spieler gefragt sind, die auch überraschende Sachen machen“, gesteht Luginger ein, „ob die aber auf der Zehn spielen müssen, ist eine andere Frage“. Sven Sökler ist einer der Kreativen. Er spielte gegen Werder vornehmlich rechts. Nicht er, sondern Stiefler in der Mitte leitete mit einem Pass auf Marius Laux, der das Trikot mit der Nummer zehn trägt, das 1:0 nach drei Minuten ein. Marcel Ziemer traf schließlich – zum ersten Mal für den FCS. „Ob der Knoten geplatzt ist, wird man in den nächsten Spielen sehen. Zunächst bin ich einfach froh, dass das Ding drin war“, sagt er.

Ziemer wirkt konditionell verbessert, musste aber nach einer Stunde vom Platz. „Ich wollte frische Leute bringen”, begründete Luginger den Wechsel, der die Leistungsdichte beim FCS bewies. Die eingewechselten Markus Pazurek und Johannes Wurtz, wie Ufuk Özbek einer der Kreativen, bereiteten in der Schlussminute das 2:0 von Laux vor.
Laux wird auch morgen im Spiel beim VfB Stuttgart II (19 Uhr) die Zehn tragen. Die Rolle des Spielmachers werden sie sich im Mittelfeld des FCS aber wieder teilen.

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Nächster Spieltag:
Stuttgart II - 1. FC Saarbrücken  Fr, 19.00 Uhr
VfR Aalen - RW Erfurt  Sa, 14.00 Uhr
Chemnitzer FC - SV Sandhausen  Sa, 14.00 Uhr
RW Oberhausen - Unterhaching  Sa, 14.00 Uhr
Carl Zeiss Jena - Kickers Offenbach  Sa, 14.00 Uhr
SV Babelsberg - 1. FC Heidenheim  Sa, 14.00 Uhr
Arminia Bielefeld - SV Wehen  Sa, 14.00 Uhr
SV Darmstadt - Jahn Regensburg  Sa, 14.00 Uhr
VfL Osnabrück - Burghausen  Sa, 14.00 Uhr
Bremen II - Preußen Münster  So, 14.00 Uhr
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