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Beim Fußball-Regionalligisten FCS ist der Konkurrenzkampf neu entfacht

Symbolfoto

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Der bekannte Filmtitel „Vier Fäuste für ein Halleluja“ wurde beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken in dieser Winterpause kurzerhand in „Sechs Beine für die Aufholjagd“ umformuliert. Mit Steven Zellner vom Zweitligisten SV Sandhausen sowie Tammo Harder vom Drittligisten Holstein Kiel und dem vereinslosen Felitciano Zschusschen haben die Verantwortlichen nachjustiert. „Die letzten Tage waren stressig“, bekennt FCS-Sportchef Marcus Mann: „Wir haben immer gesagt, wir wollen eine optimale Rückrunde spielen. Dazu haben wir den Kader quantitativ, aber auch qualitativ breiter aufgestellt. Ein größerer Konkurrenzkampf hat noch nie geschadet.“

Den gebürtigen Saarländer Zellner sehen die Verantwortlichen als Verstärkung für die Innenverteidigung. Mit dem bisherigen Abwehrchef Peter Chrappan, Talent Ivan Sachanenko, Sommer-Neuzugang Dominik Rau und dem noch im Aufbautraining befindlichen Alexander Hahn streiten sich nun fünf Spieler um zwei oder vielleicht drei Plätze. Denn FCS-Trainer Dirk Lottner experimentierte zuletzt mit einer Dreierkette. „Wir haben uns bewusst verstärkt und mit den Dreien, die jetzt letztendlich gekommen sind, haben wir uns schon länger beschäftigt“, sagte Lottner: „Wir verstehen uns alle gut, haben einen guten Geist in der Mannschaft. Aber es müssen auch immer neue Reizpunkte geschaffen werden.“ 27 Gegentore in 23 Saisonspielen sind zu viel.

Gestern mit dem Zug von Kiel ins Trainingslager nach Duisburg gereist ist Tammo Harder. „Ich brauche Spielpraxis. Und der FCS eröffnet mir diese Möglichkeit in einem richtig guten Umfeld“, sagte Harder, der bei Schalke 04 und Borussia Dortmund ausgebildet wurde, in Kiel aber in dieser Saison nur auf 77 Spielminuten kam: „Saarbrücken hat noch Ziele, und da will ich helfen, sie zu erreichen.“ Der 23-Jährige, der bis Saisonende ausgeliehen ist, kann zwar auf den Außenbahnen eingesetzt werden, spielt aber lieber in Zentrum. „Spielen wir hinten mit Dreierkette, kann Tammo einer der beiden offensiven Mittelfeldspieler hinter dem Stürmer sein. Im 4-4-2 kann er auch über außen kommen“, sagt Lottner: „Wir brauchen mehr Leute, die neben Patrick Schmidt und Kevin Behrens Tore machen können. Wir wollen taktisch schwerer ausrechenbar sein.“

Felitciano Zschusschen (gesprochen „Züchen“) trug beim 5:2-Sieg im Testspiel gegen den FC Differdange schon das Saarbrücker Trikot – und überzeugte. „Das war für alle Beteiligten schwierig“, erklärte FCS-Vizepräsident Dieter Ferner: „Für den Testspieler, weil er ja Mitspieler und Laufwege nicht kannte, sich aber besonders präsentieren wollte. Aber auch für die, welche die Leistung beurteilen sollten.“ Dennoch erhielt Zschusschen, der vom Körperbau an den früheren FCS-Stürmer Solomon Okoronkwo erinnert, einen Vertrag. Er ist aufgrund seiner Statur eher eine Anspielstation im und am gegnerischen Strafraum. Eine sinnvolle Ergänzung, da nicht feststeht, wann Behrens wieder voll belastbar ist. „Kevin ist wieder im Mannschaftstraining, hatte beim 0:2 gegen Wuppertal am Dienstag sogar einen Kurzeinsatz“, sagt Lottner: „Aber man merkt ihm die drei Monate Pause an. Er wird noch Zeit brauchen.“

Zeit hat der FCS bei nur noch 13 Saisonspielen eigentlich nicht. Die Erwartungen an die Neuzugänge sind hoch, obwohl auch ihnen zuletzt die Wettkampfpraxis fehlte. Dennoch: Beim 1. FC Saarbrücken ist der Kampf um die Plätze in der Startformation neu entfacht. Oder wie Marcus Mann sagt: „Neuzugänge werden doch geholt, damit sie später spielen.“

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