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Beim Kaffee das Werkzeug flicken: Im Repair-Café kann man alte Gegenstände selbst instandsetzen oder Experten ranlassen

Ein Team aus zehn ehrenamtlichen Tüftlern, die sich in unterschiedlichen Bereichen auskennen, kümmert sich im Völklinger Repair-Café um die vielen „Sorgenkinder“, die die Bürger vorbeibringen, und können diese damit oft vor der Entsorgung retten. Da ganze findet jeden letzten Samstag im Monat im Völklinger Café Valz statt.

Gegründet wurde das Repair-Café, dessen Konzept aus den Niederlanden stammt, von Günter Wagner, einem Mitarbeiter des Diakonischen Werks, das auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. „Wir wollen keine Konkurrenz zu Fachwerkstätten und Läden sein“, betont Vera Klein. Das Repair-Café soll vielmehr Leute ansprechen, die Geräte haben, die so alt sind, dass sie im gewöhnlichen Einzelhandel nicht mehr repariert werden. „Aber zu uns sind auch all die Leute eingeladen, die einfach nicht das Geld haben, sich ständig neue Geräte anzuschaffen“, sagt sie. Das ist einer der Gründe, warum das Repair-Café seine Leistungen kostenlos anbietet. Eine kleine Spende wird zwar gerne gesehen, ist aber keine Bedingung. „Uns Ehrenamtlichen geht das Herz auf, wenn wir jemanden mit einer kleinen Reparatur glücklich machen können“, sagt sie.

Zunächst muss der Besucher einen Bogen ausfüllen. Dann werden sie einem Reparateur zugewiesen. Bis sie an der Reihe sind, gibt es Kaffee und Kuchen. Beim Reparieren selbst gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder reparieren die Besucher ihre Geräte unter Anleitung selbst oder sie helfen dabei. Technisch Unbegabte können das Reparieren auch ganz den Experten überlassen und ihnen dabei über die Schulter schauen.

Die Experten sind Schreiner, Elektriker, Fahrrad-Spezialisten und eine Schneiderin. Einer der Ehrenamtlichen ist Peter Balzer. Balzer bezeichnet sich als Universal-Tüftler und traut sich einiges zu. Auch heute hat er wieder viel zu tun. Als es etwas ruhiger wird, sieht er sich die Bohrmaschine seines Kollegen Martin Erdmann an, der als Schreiner ebenfalls im Repair-Café hilft. Das Gerät läuft nicht mehr einwandfrei. Am Ende kann er den Fehler nicht beheben. „Es fehlt ein Ersatzteil. Aber das wäre teurer als eine neue Maschine“, erklärt er. Doch so etwas kommt glücklicherweise nicht allzu oft vor. In zirka 70 Prozent der Fälle sei die Reparatur erfolgreich.

Insgesamt sind seit der Eröffnung im April 260 Gegenstände zum Reparieren vorbeigebracht worden. „Die Nachfrage ist so groß, dass wir schon überlegt haben, uns zweimal im Monat zu treffen“, erzählt Vera Klein. Wichtig sind dafür aber die Ehrenamtlichen. „Unterstützung können wir immer gebrauchen“, sagt sie. Momentan fehle es noch an Experten für Handys und Tablets, dafür sei auch spezielles Werkzeug notwendig. „Wer immer uns in irgendeiner Form unterstützen will, ist herzlich eingeladen.“ Ziel sei es, sagt sie, dass sich das Repair-Café bald über die Spenden selbst finanzieren kann.
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