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Belebung fürs Praktiker-Gebäude

Ist eine Lösung für das leer stehende Verwaltungsgebäude der Firma Praktiker gefunden? Laut Bürgermeister soll das Versorgungsunternehmen Energis Interesse haben, hier einzuziehen. Das Thema war 2013 schon mal auf der Tagesordnung. Foto: Thorsten Wolf/SZ

Ist eine Lösung für das leer stehende Verwaltungsgebäude der Firma Praktiker gefunden? Laut Bürgermeister soll das Versorgungsunternehmen Energis Interesse haben, hier einzuziehen. Das Thema war 2013 schon mal auf der Tagesordnung. Foto: Thorsten Wolf/SZ

Nachdem das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Praktiker seit rund zwei Jahren größtenteils leer steht, könnte nun Bewegung in die Sache kommen, betonte gestern Bürgermeister Frank John . Der saarländische Energieversorger Energis habe sich offen für eine Nutzung des Gebäudes gezeigt, um in einem ersten Schritt einen Teil seines Firmensitzes nach Kirkel zu verlagern, hieß es gestern es aus dem Kirkeler Rathaus.

Frank John gestern in einer Pressemitteilung: „Ich bin mit Energis in intensiven Gesprächen, um den Leerstand des Gebäudes endlich zu beenden.“ Der Umzug des saarländischen Energieversorgers nach Kirkel sei eine Lösung, die für beide Seiten sinnvoll sei. Zum einen kämen in die Gemeinde bis zu 200 Arbeitsplätze und neue Gewerbesteuereinnahmen. Auch für den Ortsteil Kirkel-Neuhäusel würde ein Zuzug dieser Größenordnung eine deutliche Aufwertung bedeuten, so John weiter. „Auf der anderen Seite entstünden durch eine Kooperation der Gemeindewerke Kirkel mit Energis ein besseres Angebot für die Bürger vor Ort.“ Im Zuge dieser Zusammenarbeit könnte Energis mit den Gemeindewerken Kirkel kooperieren und den Ausbau des schnellen Internets in der Gemeinde forcieren, hofft der Bürgermeister.

Da die Firma Energis voraussichtlich nur einen Teil des Gebäudes nutzen würde, sei auch nach wie vor ein Teilumzug der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) nach Kirkel möglich: „Ich bin nach wie vor für jede langfristige Nutzung des Gebäudes offen, so weit sie für Kirkel-Neuhäusel und die gesamte Gemeinde von Vorteil ist. Bis heute konnte die zuständige Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer noch keine verbindliche Auskunft bezüglich der Zukunft des HTW-Standortes geben“, erklärte Frank John . Denn auch im Fall der Fachhochschule, für die die Saarbrücker Räumlichkeiten zu klein geworden sind, ist noch nicht das letzte Wort gesprochen - die Vorsitzenden der CDU- und SPD-Landtagsfraktion , Klaus Meiser und Stefan Pauluhn , kommen am Donnerstag nach Kirkel, um mit Bürgermeister Frank John über eine eventuelle Nutzung des Gebäudes durch die HTW zu beraten.

Dennoch – der Spielraum des Bürgermeisters ist in beiden Fällen begrenzt, denn im Falle eines Einzugs der HTW entscheiden das Land und die Fachhochschule, im Falle eines Einzugs von Energis ist es die landeseigene Saarland Bau- und Boden Projektgesellschaft (SBB) als Eigentümerin, die den Einzug ins Praktiker-Gebäude absegnen muss.

Die Fraktionsvorsitzenden der im Kirkeler Gemeinderat vertretenen Parteien sowie die Ortsvorsteher wollen, dass die Gemeindewerke und Energis zusammenarbeiten. Dazu wurde bereits ein Papier ausgearbeitet. Über eine solche Kooperation entscheiden der Aufsichtsrat der Gemeindewerke und der Gemeinderat Kirkel – sofern Energis denn kommt.

Die CDU im Kirkeler Gemeinderat reagierte überrascht darüber, dass der mögliche Umzug von Energis nach Kirkel als Neuigkeit verkauft würde, „zumal diese Option schon am 13. Dezember 2013 verhandelt wurde“, so Andreas Kondziela.

Damals sei es darum gegangen, dass der Energieversorger mit den Kirkeler Gemeindewerken ins Geschäft kommen könnte – dieser Vorschlag sei aber vom Rat rundweg abgelehnt worden mit der Begründung, dass die Gemeinde selbst im Gasgeschäft aktiv werden wollte.

Daraufhin sei der Plan eines Umzugs der Energis-Verwaltung ins Praktiker-Gebäude nicht weiter verfolgt worden. Die CDU sei erstaunt über diesen plötzlichen Sinneswandel - auch bezüglich des Gasgeschäftes. Bisher sei noch in keinem offiziellen Gremium über einen möglichen Umzug von Energis nach Kirkel informiert worden, betonte Kondziela.
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