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Bergbau: Ausstellung „Das Erbe“ vorgestellt

Saarbrücken. Was diese Ausstellung zu 250 Jahren Saar-Bergbau alles nicht sein soll, hat man bereits mehrfach gehört: keine nostalgische Früher-war-alles-so-schön-Rückschau, kein romantisierender Spaziergang durch den Traditionswald. Auch soll sie keinesfalls eine übertönende Konkurrenz-Veranstaltung zu anderen Institutionen werden, etwa zum Velsener Erlebnisbergwerk oder dem Carreau Wendel. Sondern? Anders halt. Vor allem aber – das war gestern in dieser Deutlichkeit neu – taugt „Das Erbe“ kaum als Keimzelle für eine womöglich institutionalisierte, museale Präsentation. Denn, so der Ausstellungsmacher Professor Jürg Steiner aus Berlin, er habe eine Wechselausstellung aus Leihgaben konzipiert, die zurückgegeben werden müssten.

Steiner und den Projekt-Koordinator, Ex-Ministerpräsident Reinhard Klimmt (SPD), hatte die Ministerpräsidentin gestern in die Landespressekonferenz eingeladen. Drei Tage vor der Eröffnung der als „Premiumprodukt“ bezeichneten Ausstellung galt es, diesem „Herzstück der Erinnerungskultur“ noch mal politisches Gewicht zu verleihen – und Botschaften damit zu verbinden. „Die Ausstellung ist kein Denkmal, sie weist in die Zukunft“, sagte Klimmt. In einem Jahr, das geprägt sei durch Wehmut, werde auch ein Signal des Stolzes gesetzt. Zusätzlich heißt es in einer Presseerklärung, die Ausstellung sei ein „Dokument des Dankes“ für die Bergleute.

Die Ministerpräsidentin sagte: „Wir planen in Reden nicht das vierte Bergbaumuseum in der Region“. Reden sei zwar auch längerfristig als ein „außerschulischer Lernort“ gedacht. Doch die Finanzierung (1,8 Mio. Euro) sei nur bis 2013 gesichert. 1,25 Mio. Euro gibt das Land, 300.000 Euro die RAG Stiftung, mindestens 250.000 Euro soll der Ticketverkauf an rund 50.000 erhoffte Besucher bringen. Für Kramp-Karrenbauer ist zwar eine Verlängerung bis 2018 vorstellbar, bis zu dem Jahr, da bundesweit das Bergbau-Ende in den Fokus rückt. Doch als politische Zielvorgabe formulierte sie es gestern nicht.

Die Regierungschefin hat noch keinen Blick in die Ausstellung geworfen, die als „Raumkunstwerk“ überraschen soll und die deshalb hinter fest verschlossenen Türen gehalten wird. So konnten gestern die Besonderheiten der Unternehmung wieder nur theoretisch gepriesen werden. Ab Freitag, 18 Uhr, läuft mit der Eröffnung der Praxistest.
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