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Bergbau Saar: Personal- planung steht

Saarbrücken. Erste Details der weiteren Personalplanung bei der RAG Deutsche Steinkohle an der Saar stehen fest. Am 1. April 2010 müssen 80 Bergleute nach Ibbenbüren wechseln. Das bestätigte der Direktor des Bergwerks Saar, Friedrich Breinig, gegenüber unserer Zeitung. Am 1. Oktober 2010 folgen weitere 80 Bergleute.

Alle Betroffenen sind derzeit in einer der sechs Vortriebskolonnen tätig. Diese kümmern sich um den Streckenvortrieb sowie um Montagearbeiten in Streben. 70 Prozent der restlichen Kohle-Abbaufläche an der Saar sind schon für die Kohleförderung vorbereitet, 30 Prozent folgen bis Mitte 2010. Bis dahin werden zwei der sechs Vortriebskolonnen aufgelöst. Danach werden die Bergleute der verbliebenen vier Vortriebskolonnen in kürzeren Zeitabschnitten versetzt. Noch arbeiten 2500 Beschäftigte im Bergwerk Saar, davon 1600 unter Tage. Die exakte Zeitplanung für den Personalabbau hänge auch vom Bedarf der übrigen RAG-Bergwerke ab. Die nächste Bedarfsplanung der RAG kommt 2010. Diese gilt für drei bis fünf Jahre.

Die jetzt erteilte Genehmigung der Kohleförderung im Flöz Wahlschied-Ost bringe auch den Kraftwerken Planungssicherheit. Diese hätten genug Zeit, die Produktion komplett auf Importkohle umzustellen, so Breinig. Unterdessen beginnt das Bergamt Saarbrücken nach den Worten seines Leiters Hans-Alois Schmitt mit Vorbereitungen für die Zeit nach dem Bergbau. Ermittelt werden die Kosten, die in den Jahren nach der Stilllegung des Bergwerks Saar entstehen, die „Ewigkeitskosten“. Diese sind definiert im zwischen Bundesregierung sowie den Kohleländern Nordrhein-Westfalen und Saarland ausgehandelten „Steinkohle-Finanzierungsgesetz“. Demnach entstehen an der Saar vor allem Kosten durch das Dauerpumpen von Grubenwasser über die Erde, damit alte Bergwerke nicht absaufen. Die Kosten werden jährlich in die Millionen gehen. Exakte Planungen seien erst möglich, wenn der letzte Bergmann das Bergwerk Saar verlassen hat. Es gehe um ein riesiges Gebiet: vom Warndt bis Frankenholz, von St. Ingbert bis Lebach. Die Ewigkeitskosten sollen aus dem Verkauf des Unternehmens Evonik finanziert werden. Klappt das nicht, müssten der Bund ein Drittel und die Länder Nordrhein-Westfalen sowie Saarland zwei Drittel dieser Kosten tragen.
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