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Bergbau: Zulieferer fühlen sich ignoriert

Dies betont der Leiter der Initiative, Jörg Dammann, gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Er erzählt, die Initiative habe nach den verheerenden Erderschütterungen durch den Bergbau vom 23. Februar in Saarwellingen  den Kontakt zur Landesregierung und zum Wirtschaftsausschuss gesucht. Die Organisation wollte sich bei der Bewältigung der Kohlekrise beteiligen und Teil der von der Landesregierung vorgeschlagenen Solidargemeinschaft sein. Selbst hatte die Initiative ein umfangreiches Papier zu dem Thema aufgesetzt. Auch darauf gebe es bis heute keine Reaktion.

Die Initiative fühlt sich ignoriert und zieht die Konsequenzen: keine Mitarbeit in der Solidargemeinschaft! Stattdessen werde man laut Dammann das Thema „Zukunftskonzept für das Saarland“ mit der Öffentlichkeit diskutieren.

Nicht nur die mangelnde Kooperation prangert Dammann an:
> Der Wirtschaftsausschuss sei einseitig besetzt – zu Gunsten der Bergbaubetroffenen.
> Bis heute bleibe die Landesregierung schlüssige Aussagen schuldig, in welchen Bereichen bereits neue Jobs entstanden sind und ob diese ausreichen. Es fehlten darüber hinaus Details, mit wem die neue Transferstelle unter Leitung von Ex-Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi (65, CDU) über neue Jobs für Bergleute verhandelt.
> Es bleibe unklar, welche Energiepolitik das Land verfolgt.
> Es müsse zumindest geprüft werden, in welchen Abbaufeldern die RAG die Chance hätte, auch längerfristig gefahrlos Kohle zu fördern.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Bernd Wegener (51, CDU), zeigte sich überrascht über die Vorwürfe. Ihm liege keine schriftliche Bitte um ein Gespräch vor, sagte er gestern. Der Ausschuss sei aber für Gespräche offen.
szn/Caroline Biehl
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