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Bergbau- betroffene zeigen Politikern die rote Karte

  Nalbach. „Diese Wahl ist für die Bergbaubetroffenen an der Saar so wichtig wie noch nie“, sagte Peter Lehnert, Sprecher der Interessengemeinschaft zur Abwendung von Bergschäden, kurz Igab. Eine klare Absage erteilten rund 350 Bergbaubetroffene am Freitagabend bei einer Mahnwache im Nalbacher Ortsteil Körprich einer möglichen Rot-Roten Regierung. Lehnert: „Diese Parteien waren und wollen heute noch immer nicht für die Bevölkerung des Saarlandes da sein, die unter dem Bergbau seit Jahrzehnten leidet.“
 
Ins Detail, was die Kritik an den Parteien betraf, ging Igab-Vostandsmitglied Manfred Reiter. Er machte sich Inhalte aus den Wahlprogrammen von SPD und Linke zunutze, um aufzuzeigen, warum diese Parteien für die Igab, getreu dem Motto der Mahnwache „nicht wählbar“ seien. „Wir müssen davon ausgehen, dass eine rot-rote Regierung nach Möglichkeiten sucht, den Kohleabbau an der Saar weiter zu führen“, sagte Reiter im Gespräch mit der SZ. Schließlich stünde im Wahlprogramm der SPD, dass sie die „Anti-Kohle-Politik“ an der Saar beenden wolle und auch Oskar Lafontaine bekenne sich mit den Linken klar zum Bergbau.
 
Für die nächste Legislaturperiode wünscht sich die Igab eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grüne. Deshalb zeigte sich die Interessengemeinschaft enttäuscht über die Position von Grüne-Chef Hubert Ulrich, der einen Rot-Rot-Grünen Zusammenschluss nicht ausschließe. „Er ist auf unseren Demonstrationen nicht müde geworden, sich klar gegen den Bergbau auszusprechen“, sagte Reiter.

Die Politiker durften am Freitagabend nicht zu Wort kommen, dafür bekamen sie aber von jungen Damen im Schiedsrichterdress die Rote Karte gezeigt. Die Igab plant für Montagabend eine weitere Aktion, um ihren Forderungen, keinen weiteren Kohleabbau an der Saar, Nachdruck zu verleihen. hth   
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