B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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Bergziegen radeln durch die Alpen

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Schwarzenholz. Sieben Hammer- Etappen in acht Tagen. 1078 Kilometer in die Pedale treten und nebenbei noch satte 12 000 Höhenmeter „schrubben“. Alles mit reiner Muskelkraft und natürlich ohne Doping: Wenn die Radsportler des SRC „Spanische Bergziege“ an diesem Samstag um sieben Uhr vor dem Clubheim in Schwarzenholz ihre Drahtesel besteigen, wartet auf sie eine große Herausforderung. Fünf Länder (Deutschland, Frankreich, Österreich, Slowenien, Kroatien) wird das zehnköpfige Team um Tour-Organisator Manfred Weinkauff durchqueren, dabei die Höhenlagen des Schwarzwaldes, der Schwäbischen Alb und des Allgäus passieren und später mehrere Alpenpässe stürmen, bis nach einer Woche im Sattel das Tour-Ziel im kroatischen Rabac erreicht sein wird. Eine Erholungsfahrt wird das sicher nicht, doch die zwei Frauen und acht Männer am Start sind gut trainiert und wissen genau, auf was sie sich eingelassen haben. Nach ihren Marathon-Fahrten nach Igea Marina (2004), Caorle (2007) und Marina di Massa (2009) nehmen sich die Etappenfahrer diesmal die schwierigste Tour aufs Korn. „Es geht wirklich nur hoch und runter. Das wird hart, aber wir werden Spaß haben und auf ankommen fahren. Gewinner sind wir dann später alle“, lacht Weinkauff. Mit seiner Frau Angelika, die ebenfalls Gummi geben wird, hatte der SCR-Ehrenvorsitzende die Strecke mit dem Auto abgefahren, alle Hotels getestet und gebucht. Erster Halt der saarländischen Pedalritter ist in Dobel, nach einer Hammer- Auftakt-Etappe mit 190 hügeligen Kilometern. Ein lockeres Einrollen sieht anders aus. Stippvisiten macht der Tour- Tross in den folgenden Tagen in Laupheim, Bad Tölz und Kufstein bevor nach dem verdienten Ruhetag in Zell am See am sechsten Tag dann das „Dach der Tour“ in Angriff genommen wird. Die Königs- Etappe führt über den Großglockner nach Mautern. Auf insgesamt 115 Kilometern müssen ein 35 Kilometer langer Anstieg und 2300 Höhenmeter bewältigt werden. Hier werden sich die 5000 bis 8000 Trainingskilometer in den Beinen bezahlt machen. Und sollte einem der Teilnehmer wider Erwarten doch die Luft ausgehen, kann er die Strecke im Begleitfahrzeug fortsetzen, das vom zweiten Vorsitzenden des Vereins, Klaus Klein, gesteuert wird und die Ausrüstung und die Verpflegung mitführt. Wenig Erholung verspricht auch die 174 Kilometer lange Etappe nach Monterupino am vorletzten Tag. Ein Ritt über die Triester Alpen – der blanke Horror für alle Radler- Waden. Auf der 120 Kilometer langen Schluss-Etappe nach Rabac muss die geschundene Muskulatur dann noch einmal ganze Arbeit leisten. Am Ziel angekommen erholen sich die Alpenbezwinger danach eine Woche lang mit ihren Frauen und Männern bei einem gemeinsamen Badeurlaub. „Die reisen mit dem Flugzeug nach und feiern mit uns unsere Ankunft. Das geht dann meistens bis tief in die Nacht“, lacht Manfred Weinkauff und freut sich schon auf das große Finale.
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