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Bertha-Bruch-Tierheim sucht Bau-Herr(chen)

Saarbrücken.  Der Bau ist so grau wie der Himmel über Saarbrücken. Das alte Hundehaus des Bertha-Bruch-Tierheims hat dem Spätherbstwind fast nichts mehr entgegenzusetzen. Der Kampf gegen Zugluft, Nässe und Kälte kostet die Haupt- und Ehrenamtlichen täglich Kraft – und den Tierschutzverein Saarbrücken viel Geld.
„Die Ausgaben sind ins Unermessliche gestiegen, denn wir heizen im Hundehaus sozusagen nach oben raus“, sagt Tierheimchefin Josephine Mathis. Und noch hat der Winter nicht einmal begonnen. Aber wenn Mathis an dem klapprigen Bauwerk vorbeigeht, hat sie zumindest einen Trost: Diese triste Zwingerbaracke steht vor ihrer letzten kalten Jahreszeit.

Im Frühjahr beginnen die Arbeiten am neuen, größeren, besseren Hundehaus. Es bietet den Tieren ebenso mehr Platz wie den Menschen, die sich um sie kümmern. In der Hundeherberge von morgen sind künftig die Heimwäscherei und die Sozialräume für die Belegschaft untergebracht. Das Bertha-Bruch-Heim ist schließlich ein Betrieb mit sechs Angestellten, einem Azubi, mit Aushilfskräften und Dutzenden Ehrenamtlichen, die ordentliche Arbeitsbedingungen brauchen.

Zugleich beginnt im Frühjahr 2013 der Bau eines dreimal größeren zweigeschossigen Kleintierhauses. Dafür machen sich Mathis, ihre Vorstandskollegen und der Verein genauso stark wie für das Hundehaus-Projekt. „Artgerechte Fütterung und Haltung sind für diese Tiere nicht weniger wichtig als für Hunde und Katzen.“ Darauf achten die Saarbrücker Tierschützer bei der Vermittlung ebenso wie auf dem Heimgelände am Ende des Folsterweges. Etliche Schützlinge müssen in der Obhut des Heimteams erst einmal gesund werden. „Viele Tiere sind krank, wenn sie zu uns kommen. Die Probleme resultieren aus einer schlechten, nicht artgerechten Haltung. Die Nager leiden zum Beispiel häufig unter Zahnproblemen.“

Sechs Monate dauern die Arbeiten an den Rohbauten voraussichtlich. 550.000 Euro, allesamt Spenden, hat der Verein zusammen. Weitere Förderer seien unverzichtbar, um die neuen Häuser zu vollenden. Andererseits sei weiteres Warten angesichts der beiden unzureichenden Alt-Immobilien nicht mehr drin. „Wir müssen bauen.“ Das erfordere jede Menge Organisationstalent, gelte es doch, den Heimbetrieb aufrechtzuerhalten, während inmitten des Heimgeländes eine Großbaustelle ist.

So werden zu den Containern, die heute schon wegen der vielen tierischen Notfälle als Behelfsunterkünfte dienen, weitere Provisorien hinzukommen, bis die Neubauten stehen. Das werden keine Luxus-Gemäuer, wie Mathis versichert. „Wir achten auf Zweckmäßigkeit, denn es geht uns um die Tiere. So zu bauen geht aber nun einmal ins Geld.“

Weitere Infos über die Bauvorhaben und Fördermöglichkeiten täglich von 13 bis 17 Uhr, außer montags, im Tierheim, Tel. (0681) 53530, oder unter der Mail-Adresse berthabruchtierheim@googlemail.com
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