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Besondere Transplantation am Homburger Uniklinikum

Der Operationsroboter hilft den Chirurgen nicht nur, in der Vergrößerung besser zu sehen, sondern auch, komplizierte Nähte akkurat auszuführen. Seit zehn Jahren gibt es den daVinci-Roboter in der Homburger Urologie. Links: Prof. Michael Stöckle. Fotos: SZ/Maack

Der Operationsroboter hilft den Chirurgen nicht nur, in der Vergrößerung besser zu sehen, sondern auch, komplizierte Nähte akkurat auszuführen. Seit zehn Jahren gibt es den daVinci-Roboter in der Homburger Urologie. Links: Prof. Michael Stöckle. Fotos: SZ/Maack

. Je weniger bei einer Operation geschnitten wird, desto geringer die Belastung für den Körper. Deshalb wird der Siegeszug der roboter-assistierten Operationen nicht aufzuhalten sein. Das betonte der Urologe und Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Professor Michael Stöckle, anlässlich einer Pressekonferenz am Universitätsklinikum in Homburg . Er schilderte, wie an der urologischen Klinik die beiden ersten roboter-assistierten Nierentransplantationen in Deutschland durchgeführt wurden (wir berichteten). Damit, so Stöckle, sei Deutschland das vierte europäische Land, das diese hochmoderne Operationstechnik während der letzten beiden Jahre zur Durchführung von Nierentransplantationen eingesetzt hat.

 

Die Patienten, Andrea Mohnke (42) und ihr Sohn Yannick (18) aus Merzweiler in der Pfalz, waren im Vorfeld umfassend informiert worden und hatten Vertrauen: „Wir sind sehr gut beraten worden“, sagte Andrea Mohnke, die ihrem Sohn eine Niere spendete. Die OP konnte mit Hilfe der Roboter-Technik parallel verlaufen: Entnahme bei der Mutter, Verpflanzung beim Sohn. „Dank der Weiterentwicklung der Roboterchirurgie können auch komplexe Operationen minimal-invasiv durchgeführt werden“, sagte Stöckle. Das verdankt die Urologie dem „daVinci“-Operationsroboter, der vor zehn Jahren angeschafft worden war, um Prostataoperationen durchzuführen.

 

Seither wurde das Spektrum roboter-unterstützer Operationen auch in Homburg stetig erweitert: „Auch Blasenkrebsoperationen lassen sich inzwischen minimal-invasiv durchführen“, ergänzte Professor Stefan Siemer, stellvertretender Klinikdirektor. Seit 2010 werden auch Spendernieren-Entnahmen für die Lebendspendentransplantation roboter-assistiert durchgeführt. Aufgrund dieser Erfahrung war nun die Transplantation die nächste Stufe. Mutter und Sohn sind wohlauf, schon nach einer Woche konnte Yannick wieder nach Hause, muss aber weiterhin regelmäßig zur Nachbehandlung kommen. In der Urologie nutze man die Vorteile der OP-Roboter schon lange, „weil wir schon sehr früh invasiv arbeiteten“, erklärte Stöckle. Ursprünglich sei der aus USA kommende Operationsroboter daVinci für Herzoperationen konzipiert gewesen, „aber da fasste er nicht richtig Fuß. Erst die Urologen haben entdeckt, dass sich das Gerät ideal für ihre Art der Operationen eignete.“ Und so wurden die Einsatzmöglichkeiten stetig erweitert. „Die roboter-assistierte Methode bietet auch deutlich verbesserte Sichtverhältnisse, vor allem, wenn man eine subtilere Gefäßnaht ausführen muss.“, betont Stöckle.  
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