A8 Luxemburg Richtung Saarlouis AS Rehlingen Anschlussstelle gesperrt, Bauarbeiten, die Situation dauert voraussichtlich längere Zeit an (vorraussichtlich Mitte Oktober) (12.09.2017, 18:54)

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Bessere Vernetzung: Das will Luxemburg für Pendler tun

Luxemburg. Alfredo C. aus Saarbrücken ist Berufspendler. Täglich fährt der Autohandels-Manager von Saarbücken ins luxemburgische Junglinster und abends wieder zurück. Das sind täglich 230 Kilometer und zweieinhalb Stunden Autofahrt. Damit ist er deutlich länger unterwegs als der Normal-Auto-Berufseinpendler aus Frankreich, Belgien und Deutschland – der benötigt gut 100 Minuten Autofahrt und fährt 88 Kilometer. Mittlerweile pendeln allein 158 000 Menschen täglich ins Großherzogtum. Gutes Geld und weniger Steuern locken. Die Blechlawinen indes sind ein riesiges Zeit-, Kosten- und Ökologieproblem. Täglich fahren in der Großregion Saar-Lor-Lux/Wallonie/ Rheinland-Pfalz rund 230 000 Menschen über die Landesgrenzen zur Arbeit.

Diese Dimensionen wurden erneut auf einem Verkehrssymposium zur Mobilität deutlich, das von der Stiftung „Forum Europa“ veranstaltet wurde. Grundlage war eine neue Studie zu diesem Thema, die das Sozialforschungsinstitut Ceps-Instead aus Differdange erstellt hat.

„In Luxemburg haben wir kein Mobilitätsproblem, außer morgens und abends. Dann aber ein schweres“, merkte Claude Wiseler, luxemburgischer Minister für Nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, ironisch an. Luxemburg versucht nun, die Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen. „Wir brauchen mehr Kapazität und müssen die Vernetzung der Verkehrssysteme vorantreiben. Morgens und abends sind immer die gleichen Straßen und Züge verstopft“, so Wiseler. Im Schnitt nutzen über alle Regionen hinweg 86 Prozent der Einpendler das Auto, neun Prozent die Bahn und fünf Prozent die Busse.

Was ist zu tun? Wiseler fordert mehr Kapazität im Bus- und Schienenverkehr sowie eine bessere Vernetzung zwischen Auto und Nahverkehr (Park & Ride). Zudem brauche Luxemburg die – immer noch diskutierte – Straßenbahn und eine dritte Spur auf der Autobahn A3 (etwa nur für Busse). Nötig sei auch ein einheitliches Nahverkehrsticket für die Großregion. Carsharing (ein Auto für mehrere Leute) und die Elektro-Mobilität dürften eher eine geringe Rolle spielen. ur

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