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Bessere Zugverbindungen für die Region geplant

Das sieht das Konzept "Rheinland-Pfalz-Takt 2015" vor. Im Rahmen des Projekts wollen die Zweckverbände SchienenPersonenNahVerkehr Nord und Süd und das Saarland die Angebote im Nahverkehr optimieren. Folgende Verbesserungen sind geplant:

Reisen ohne Umsteigen

Der Saarbrücker Bahnhof wird über Homburg und Kaiserslautern ohne Umsteigen an den ICE-Knotenpunkt Mannheim angeschlossen. Der Vorteil: Reisende können in Kaiserslautern Anschlusszüge in Richtung Mannheim nicht mehr verpassen. Angaben des SchienenPersonenNahVerkehrs zufolge würde sich durch den neuen Regionalexpress von Koblenz über Trier, Saarbrücken und Kaiserslautern nach Mannheim die Fahrtzeit zwischen Trier und Mannheim von heute in der Regel 3:10 Uhr mit einmal Umsteigen auf eine Direktverbindung von 2:24 Uhr verkürzen.

Die Regionalexpress-Züge von Frankfurt über Bad Münster nach Saarbrücken sollen mit den Zügen von Bad Münster nach Kaiserslautern gekoppelt werden. Die Züge sollen zwei-stündlich ab Frankfurt und stündlich ab Mainz fahren. Auch die Strecke Koblenz - Trier - Saarbrücken soll eine Flügelung nach Luxemburg erhalten.

Die Regionalbahn aus Saarbrücken über Türkismühle wird bis Neubrücke verlängert.

Schneller unterwegs

Zu Spitzenverkehrszeigen ist auch ein so genannter S-Bahn-Sprinter zwischen Mannheim und Kaiserslautern geplant. Die Reisezeit zwischen den beiden Städten würde sich auf 45 Minuten kürzen, so ein Pressereferent des Zweckverbands Süd. In der Diskussion stünde auch die Verlängerung der Verbindung bis nach Homburg.

Neue Stecken

Die Strecke Homburg-Zweibrücken soll in das S-Bahn-Netz Rhein-Neckar integriert werden. Zusätzlich sollen S-Bahnen zwischen Homburg und Kaiserslautern bis in die späten Abendstunden fahren.

Geplant ist auch die Wiederbelebung der Hunsrückbahn. Züge sollen Reisende direkt vom Flughafen Hahn über Bingen und Mainz nach Frankfurt fahren. Geplante Abfahrt: stündlich nach Bingen, zwei-stündlich weiter nach Frankfurt.

Auch der Grenzverkehr soll im Rahmen des Projekts nicht zu kurz kommen. Neue Verbindungen von Mainz oder Neustadt nach Straßburg sollen entstehen.

Fernverkehr in Gefahr?

Der Saarländische Rundfunk und der Trierische Volksfreund befürchten, dass infolge dieser Maßnahmen der Zugfernverkehr weiter ausgedünnt werden soll. Sie vermuten, dass die zusätzlichen Regionalzüge bisherige InterCitys von und nach Trier ersetzen werden.  Der Pressereferent des Zweckverbands Süd konnte ein solches Vorgehen der Deutschen Bahn nicht ausschließen.


Anca Klein

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