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Betriebsversammlung ohne konkrete Ergebnisse

Homburg. Seit der vergangenen Woche steht der mögliche Abbau von 800 Arbeitsplätzen bei Bosch in Homburg als Befürchtung der IG Metall im Raum. Am Donnerstag sollte eine Betriebsversammlung im Sportzentrum Erbach für Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft Klarheit bringen. Aus Sicht der IG Metall blieb die mehrstündige Veranstaltung allerdings ohne wesentliche neue Erkenntnisse. So hätte sich die Werkleitung, wie Werner Cappel, erster Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, nach der Veranstaltung schilderte, nur über die Entwicklung des Standortes Homburg bis zum Ende des ersten Quartals 2011 geäußert. Einer Aufforderung des Betriebsratsvorsitzenden Dieter Klein, auch darüber hinaus Einblicke in die Standortentwicklung zu geben, sei die Werkleitung nicht nachgekommen. Auch, so Cappel weiter, habe die Unternehmensführung den möglichen Abbau von 800 Arbeitsplätzen in Homburg nicht ausdrücklich dementiert. Cappel gegenüber unserer Zeitung: "Unterm Strich hat die Werksleitung in der Versammlung unseren Befürchtungen nicht widersprochen."

Noch in der vergangenen Woche hatte Bosch mitgeteilt, dass keine konkreten Pläne für Stellenstreichungen existierten und darauf verwiesen, dass die Zahlen aus dem vergangenen Jahr stammten.  IG-Metall-Bevollmächtigter Cappel seinerseits widersprach dieser Darstellung am Donnerstag: "Die Zahlen stammen tatsächlich aus dem Sommer 2010." Damit steht der mögliche Abbau von Arbeitsplätzen nach wie vor im Raum, laut Gewerkschaft sollen Produktgruppen, die bis jetzt in Homburg rund 800 Beschäftigte mit Arbeit versorgen, mittel- bis langfristig auslaufen und an anderen Standorten geführt werden. "Nun wird der Betriebsrat mit der Unternehmensführung in Verhandlungen treten, damit dies nicht so erfolgt", bekräftigte Cappel die Forderungen der IG Metall. Dazu will die Gewerkschaft auch externe Experten zu Rate ziehen. Eine der Forderungen der IG Metall: die Schaffung von alternativen Arbeitsplatzangeboten am Standort Homburg.

Die Diskussionen um die Entwicklung des Personaltableaus erhielten auch Nahrung aus dem Hause Bosch selbst. So hatte ein Unternehmenssprecher mitgeteilt, dass der Autozulieferer in der Dieselpumpen-Sparte am Standort Homburg die "Zahl von mehr als 5000 Mitarbeiter auf Dauer nicht halten kann". thw

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