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Betrüger wollen Landwirte abzocken

Saarbrücken/Lebach. Die Landwirtschaftskammer des Saarlandes warnt vor Betrügern, die unrechtmäßig Geld im Namen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung einfordern. In einem Schreiben wird demnach Geld von Landwirten gefordert, die EU-Fördermittel erhalten haben sollen. Die Betrüger formulieren in dem Schreiben eine gesetzliche Verpflichtung, sich an einem Entschädigungsfonds für den Klimawandel beteiligen zu müssen. Sowohl die Landwirtschaftskammer als auch die Bundesanstalt weisen darauf hin, dass dieser Fonds nicht existiert.

Klaus-Peter Brück von der Landwirtschaftskammer erklärte, dass sich bei ihm bis zum Mittag allein zehn Landwirte gemeldet haben, die von dem Schreiben betroffen sind. Potenziell gebe es 1500 saarländische Landwirte, die EU-Fördermittel beantragt haben. Brück wie die Bundesanstalt raten allen Betroffenen, in keinem Fall den Forderungen nachzukommen und zu bezahlen.

Die Betrüger haben sich für ihre Täuschung vermutlich der Daten von Fördergeld-Empfängern der EU bedient, sagt Klaus-Peter Brück. Deren Veröffentlichung ist umstritten. Im November hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Freigabe der Daten vorerst gestoppt und damit den Klagen deutscher stattgegeben. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ließ die Auflistung der Zahlungen im Internet umgehend sperren, wollte sich aber weiter für eine Veröffentlichung stark machen. Ihr Ministerium kündigte allerdings unlängst im Nachrichtenmagazin Spiegel an, die Daten wieder weitgehend im Internet zugänglich machen zu wollen. pg

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