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Betrug: Saarbrücker hinterzieht halbe Million

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hat gestern einen Angeklagten (66) wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hat gestern einen Angeklagten (66) wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Saarbrücken. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hat gestern einen Angeklagten (66) wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Der Geschäftsmann aus dem Regionalverband war geständig, falsche Rechnungen beim Finanzamt eingereicht zu haben. Damit wollte er eine Gutschrift von etwa 500 000 Euro bei der Vorsteuer bewirken. Nach seiner Pensionierung stieg der Mann in zwielichtige Geschäfte im Schrotthandel ein. Leute aus Köln lieferten Schrott zu einem Händler in Trier. Aber aus welchen Gründen auch immer trat der Saarländer als Verkäufer auf. Er soll dafür mit einem Drittel am Umsatz beteiligt gewesen sein. Und der soll laut Anklage innerhalb von zehn Monaten immerhin 3,8 Millionen Euro betragen haben.

Die Geschäfte liefen zunächst klein an, der gelieferte Schrott wurde von der Trierer Firma bar bezahlt. Als das Volumen anstieg, wollte man in Trier Rechnungen sehen und nur noch per Überweisung bezahlen. Der Angeklagte verfügte selbst aber nicht über Rechnungen. So kam er auf die Idee, sich von dubiosen Leuten Scheinrechnungen ausstellen zu lassen. Allein für das Ausstellen der Rechnungen sollen 120 000 Euro vereinbart worden sein, davon hat der Angeklagte nach seinen Angaben etwa 55 000 Euro an Mittelsmänner bar bezahlt.

Als die saarländische Steuerverwaltung auf den Fall aufmerksam wurde, fand eine Durchsuchung der Geschäftsräume statt, dabei wurde der Angeklagte vorläufig festgenommen. jht

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