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Betrug: Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke

Saarbrücken. In einem Fall erhielt ein Verbraucher ein Schreiben von einem Inkassobüro, das Geld für eine Leistung aus dem Jahr 2008 einforderte. Der ältere Herr soll damals an einem kostenpflichtigen Gewinnspiel teilgenommen haben. Kurios sei, dass er sich zwar 2009 daran beteiligen wollte, dies aber rechtzeitig widerrufen habe, sagte Schröder. Aus dem Jahr 2008 liege dem Mann dagegen keine Vertrags-Bestätigung vor. Zudem habe die Firma auch nie versucht, das Geld von seinem Konto abzubuchen. Deshalb legte der Mann Widerspruch gegen die Forderung ein. Als Beweis, dass der Vertrag zu Stande gekommen ist, habe er den Gesprächsablauf eines vermeintlichen Kontrollanrufes der Firma zugeschickt bekommen. „Angeblich soll seine Frau dran gewesen sein. Doch die ist bereits 2007 verstorben“, erklärte die Beraterin. Daher sei die Forderung „völlig unberechtigt“.


Rechtzeitig bei der Verbraucherzentrale melden

Schröder empfiehlt Betroffenen, sich rechtzeitig bei der Verbraucherzentrale zu melden. Denn gerade Inkassobüros würden auf die Verbraucher oft sehr großen Druck ausüben. Die Höhe der Forderung werde durch die Inkassokosten zudem immer mehr wachsen. Im oben genannten Fall sei diese bereits von 147 auf 283 Euro angestiegen: „Dafür lohnt es sich zu kämpfen“, betonte Schröder.

Zudem erhalten Verbraucher zurzeit Benachrichtigungen über Pakete und Warensendungen. Weil die Empfänger angeblich nicht angetroffen wurden, werden diese gebeten, zurückrufen. „Aber die Firmen haben gar keine Waren, sondern wollen die Verbraucher nur dazu bewegen, ein Abo abzuschließen“, erklärte die Beraterin. Das könne zum Beispiel ein Vertrag über den Bezug einer Fernseh-Zeitschrift sein. Durch diese Masche wollten die Firmen umgehen, die Leute telefonisch kontaktieren zu müssen. Denn für „unerbetene Werbeanrufe“ dieser Art könnten die Unternehmen belangt werden, sagte Schröder.

Nicht auf Post reagieren

Ferner warnt die Verbraucherzentrale vor dem Anbieter eines „aktuellen Gewinnspiels zum neuen Telefonbuch 2010/2011“. Die Firma habe angeblich unter allen Einträgen des örtlichen Verzeichnisses ein Gewinnspiel durchgeführt. Neben Sach- und Wertpreisen habe man auch 50 Gewinnlose mit einer Gesamtsumme von 75 000 Euro zu vergeben, heißt es in dem Schreiben.

Die Empfänger würden angeblich zu den Gewinnern gehören. Die Übergabe der Preise soll an einem nicht genannten Ort „nicht weit von Saarbrücken“ erfolgen. Dazu sei der Empfänger mit Begleitpersonen eingeladen. Neben kostenloser An- und Abfahrt und Frühstück lockt die Firma mit Geschenken wie einem Handy und schnurlosen Festnetztelefonen. Weil es sich dabei wohl um eine Kaffeefahrt handele, rät die Verbraucherzentrale, nicht auf die Post zu reagieren.

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