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Betrug im großen Stil?

Saarbrücken. Vor einer Großen Strafkammer des Landgerichts Saarbrücken hat gestern der Prozess gegen eine 46-jährige Pfälzerin und ihren 42-jährigen saarländischen Geschäftspartner begonnen. Es geht dabei um elf Betrugsfälle.

Nach dem Vorwurf der Anklage haben sich die beiden folgende Masche ausgedacht: Die Frau betrieb in Homburg eine Agentur für die Vermittlung von Bausparverträgen und für Finanzierungen der Allianz-Versicherung. Im französischen Wochenblatt Telex bewarb ihr Geschäftspartner in Anzeigen "Kredite für Grenzgänger". Interessenten wurde vorgegaukelt, dass ein günstiger Kredit gewährt werden könne, wenn sie gleichzeitig in Deutschland eine Immobilie erwerben. Man werde sich um alles kümmern, auch den Kredit besorgen, die Erträge reichten aus, um die Tilgungsraten zu zahlen. Die französischen Interessenten brauchten nur entsprechende Vollmachten zu unterzeichen.

So wurden ahnungslose Franzosen zu Strohmännern. Mit ihren teilweise gefälschten Unterlagen ergaunerte das Paar Kredite bei verschiedenen Banken im Saarland und im benachbarten Rheinland-Pfalz. Damit die Franzosen Eigenkapital für den Immobilienerwerb vorweisen konnten, zahlte der Angeklagte hohe Summen auf das Konto der Interessenten ein, ließ einen Kontoauszug ausstellen und hob das Geld wieder ab. In drei weiteren Verhandlungstagen wird das Gericht durch Zeugenvernehmungen ermitteln, ob die Vorwürfe stichhaltig sind. jht

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