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Bewährungsstrafen wegen Schlägerei nach Prozess verhängt

Saarbrücken. Eine Berufungskammer hat jetzt den Schuldspruch des Schöffengerichts gegen Mitglieder einer kurdischen Familie bestätigt und im Strafmaß geringfügig korrigiert. Sechs Angeklagte wurden wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen zwischen vier Monaten und anderthalb Jahren verurteilt. Bei einigen kamen Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und unerlaubter Waffenbesitz hinzu. Als Bewährungsauflagen wurden Geldbußen zugunsten des Weißen Rings und gemeinnützige Arbeitsstunden auferlegt. Dem Opfer wurde ein Schmerzensgeld von 1500 Euro zugesprochen.

Zu der Massenschlägerei vor dem Gebäude des Landgerichts kam es nach einem Prozess im Jahr 2008. Schon im Verhandlungssaal war die Stimmung gereizt. Die Kontrahenten wurden von Wachtmeistern getrennt aus dem Gebäude geführt, eine Gruppe durch das Hauptportal, die andere durch den Hinterausgang. Es half nichts – Autoreifen wurden zerstochen und Männer und Frauen gingen so massiv aufeinander los, dass Justizbeamte und Polizei große Mühe hatten, sie zu trennen. In dem Prozess ging es damals um eine unerwünschte Liebschaft. Beide stammen zwar aus kurdischen Familien, doch gehören sie unterschiedlichen Religionsgemeinschaften an.

Der Vater eines Mädchens wurde zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Er hatte den Jungen mit dem Messer angegriffen. Wie es scheint, war das Urteil nach Ansicht der Familie des Jungen zu milde. Schon während der Verhandlung soll einer die Geste des Halsabschneidens gezeigt haben. Nach der Verhandlung gingen Angehörige des Jungen auf die Familie des Mädchens los und es kam zu den schweren Übergriffen. Vier der Angeklagten haben bis zuletzt die Beteiligung an der Tat bestritten. Allen steht eine Revision vor dem Bundesgerichtshof zu. jht
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