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Bewaffnete Räuber überfallen Casino Luxemburg

Mondorf/Luxemburg (str) - Dramatische Szenen haben sich am frühen Samstagmorgen (05.03.2011) im Casino 2000 in Mondorf/Luxemburg abgespielt: Um kurz vor 2 Uhr waren vier schwer bewaffnete Männer mit Sturmhauben in den großen, vollbesetzten Spielsaal des Casinos gestürmt. Das meldet das Luxemburger Wort.

Zwei Täter bedrohten Gäste und Personal mit automatischen Waffen, der dritte hielt eine Pistole in der Hand, der vierte Täter einen Vorschlaghammer. Ziel der Männer: Der Kassenraum.

Lautes Gebrüll und Männer mit Kalaschnikows

„Die sind plötzlich mit lautem Gebrüll in den Raum gestürmt“, berichtete ein Augenzeuge gegenüber wort.lu. „Zwei der Täter trugen Kalaschnikows. Ein sehr großer breitschultriger Mann war offensichlich der Anführer. Mit lauter Stimme erteilte er Befehle. Die anderen gehorchten aufs Wort. Die Angestellten haben sofort ihre Hände an den Kopf gelegt. Die Black Jack-Spieler legten sich flach auf den Boden“, erzählt der ältere Mann. Der Schrecken der dramatischen Minuten ist ihm noch deutlich anzusehen.

Mit dem schweren Hammer schlug einer der Maslierten die Panzerglasscheibe des Kassenraums ein und nahm das Bargeld an sich. Auch der Bargeldbestand an den Spieltischen wird von den  Räubern einkassiert.

Der Sicherheitsdienst hatte währnddessen bereits die Polizei alarmiert. Alle verfügbaren Einheiten aus den Bezirken Luxemburg, Esch/Alzette und Grevenmacher erschienen am Tatort und errichten  Straßensperren an den Grenzen . Auch die französischen und deutschen Behörden werden alarmiert.

Flucht mit Geisel

Nachdem die Täter den Saal verlassen  und   einen Casino-Angestellten überwältigt haben, zwangen sie den Mann  vorgehaltener Waffe, der Bande zu folgen.

Vor dem Eingang wartete ein weiterer vermummter Mann mit laufendem Motor in einem blauen 3er BMW. Die Männer sprangen in den Wagen, die Geisel ließen sie zurück. Ersten Erkenntnissen zufolge überquerten sie noch in Mondorf die französische Grenze.

Verfolgungsjagd bei Thionville

Das Tatfahrzeug wurde  ohne Kennzeichen kurze Zeit später auf der Autobahn A31 nahe Thionville von einer Streife der französischen Polizei entdeckt. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und versuchten den Wagen zu stoppen, wurden jedoch immer wieder von Tätern abgedrängt, denen schließlich die Flucht gelingt..

Laut  Polizei macht war der Überfall  das Werk von Profis und  sehr gut vorbereitet. Es stellte sich heraus, dass das Tatfahrzeug am 1. Januar dieses Jahres in Villeurbanne bei Lyon gestohlen worden war. Der Wagen wird nun einer gründlichen Spurensicherung unterzogen.

Keine Verletzten

Die Polizei ruft jetzt   Augenzeugen des Überfalls auf, sich umgehend über den Polizeinotruf 113 zu melden.

Zwei Täter sind bei dem Raub offenbar besonders aufgefallen: Ein großer, kräftiger Mann und ein zweiter, um einiges kleinerer Mann, der offenbar leicht hinkte.

Nach einer erste Bilanz haben die Räuber einen Betrag "deutlich unter 100.000 Euro" erbeutet, so  Guido Berghmans, der Generaldirektor des Casinos im Gespräch mit wort.lu. "Aus Sicherheitsgründen haben wir im Casino, genauso wie etwa in großen Supermärkten, ohnehin keine großen Summen im Umlauf." Einen präzisen Betrag könne man noch nicht ausmachen, da Geld aus ganz verschiedenen Kassen entwendet wurde.

Verletzte gab es glücklicherweise keine. Der Spielbetrieb im Casino konnte  am Samstag (05.03.2011) wieder aufgenommen werden.

 

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