A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

A620

Priorität: Dringend

4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Bewohner stirbt bei Brand in Altenheim

Ein Toter und 21 Verletzte - das ist die Bilanz eines Brandes im Altenheim Johanna-Kirchner-Haus in Saarbrücken am Dienstag (28.4.2015). F

Ein Toter und 21 Verletzte - das ist die Bilanz eines Brandes im Altenheim Johanna-Kirchner-Haus in Saarbrücken am Dienstag (28.4.2015). F

Ein Brand im Altenheim Johanna-Kirchner-Haus in Saarbrücken-Malstatt kostete gestern einen Menschen das Leben. 22 Personen wurden verletzt, 13 mussten ins Krankenhaus. Das Feuer weckte Erinnerungen an den schlimmen Brand im Püttlinger Krankenhaus, denn vermutlich war fahrlässiger Umgang mit Feuer die Ursache des Brandes, bei dem ein Bewohner im Rollstuhl zu Tode kam.

Entdeckt wurde das Feuer um 12.30 Uhr. Starker Rauch zog in die Gänge der Hauses der Arbeiterwohlfahrt , die Feuerwehr wurde alarmiert. Mitarbeiter des Altenheims entdeckten auf einem Balkon, den in Flammen stehenden Bewohner. Erste Löschversuche scheiterten. Die Berufsfeuerwehr, in Minutenschnelle vor Ort, hatte das Feuer rasch unter Kontrolle. Notarzt und Rettungsdienstpersonal versuchten dem Mann Ende 50 zu helfen, er hatte jedoch zu diesem Zeitpunkt schon so schwere Brandverletzungen, dass er noch am Ort starb. Feuerwehr-Einsatzleiter Stefan König konnte erst wenig zu dem Fall sagen. Wie das Feuer so schnell um sich greifen konnte, sei von der Polizei zu klären, meinte er. Brandermittler nahmen kurz nach dem Löscheinsatz ihre Arbeit auf, Experten der Spurensicherung suchten nach Hinweisen. Dem Vernehmen nach sei der Bewohner fast blind gewesen und regelmäßig zum Rauchen auf den Balkon hinausgefahren. Im Haus ist das Rauchen nicht nur verboten, sondern wegen zahlreicher Rauchmelder nicht möglich.

Alarmiert wurde die Feuerwehr gestern durch eine automatische Brandmeldeanlage: Vom Balkon aus sei Rauch in das zweite Obergeschoss gezogen. Alle Räume wurden von der Feuerwehr und vom Personal durchlüftet, wobei sich viele Mitarbeiter selbst dem giftigen Brandrauch aussetzten. 22 Menschen wurden wegen Atembeschwerden behandelt, darunter einige Bewohner und mehrere Mitarbeiter. Ein Großaufgebot des Rettungsdienstes war im Einsatz. Insgesamt 12 Rettungs- und Krankenwagen von Maltesern, DRK und Arbeiter-Samariter-Bund waren vor Ort, ebenso der Leitende Notarzt, der 13 Menschen den umliegenden Kliniken zuwies. Andreas Kokalidis: „Die starke Verqualmung war die Ursache für die Atembeschwerden. Bei vielen äußerte sich das zeitverzögert. Deswegen wurden mehr und mehr Rettungswagen angefordert. Anfangs gingen wir nicht von so vielen Betroffenen aus.“ Notfallseelsorger betreuten die geschockten im Haus verbliebenen Mitarbeiter und Bewohner.

Jürgen Nieser, Abteilungsleiter im Bereich Grundsatzarbeit der AWO, erklärte, man sei „betroffen und erschüttert“. 27 Bewohner seien innerhalb des Hauses verlegt worden. Alle Mitarbeiter seien vorsorglich untersucht worden.

 

Zum Thema:

Ein ähnliches Unglück ereignete sich bereits im November 2014 im Püttlinger Knappschaftsklinikum. Bei einem Feuer kamen zwei Patientinnen ums Leben. Brandursache war eine glimmende Zigarette im Zimmer eines der Opfer. noe
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein