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Bexbacher Hallenbad vor dem Abriss?

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Bexbach. Die Zeichen stehen auch im neuen Jahr in Bexbach natürlich auf Sparkurs. Die erste Stadtratssitzung im neuen Jahr ist nach momentanem Stand für April geplant, sie dürfte spannend werden: Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis hatte schon vor Wochen angekündigt, im neuen Jahr kommen in Sachen Spargutachten- Umsetzung auch die „dicken Brocken“ in die Diskussion.

Dem wird so sein, dann geht es im Rat auch um die Zukunft der Höcherberg-Hallen und des Hallenbads. Zur Erinnerung: Im KGSt-Spargutachten stehen für die größte Bexbacher Halle verschiedene Varianten, von so belassen bis komplett abreißen. „Weder das eine noch das andere dürfte passieren“, meinte Bürgermeister Thomas Leis, der gestern zusammen mit Fachbereichsleiter Thomas Schneider die Höcherberg-Hallen- Problematik im Gespräch mit der SZ erörterte.

Derzeit werden verschiedene Varianten diskutiert: „Gespräche und Ideen entwickeln, muss erlaubt sein, was aber letztlich bleibt, sind die Finanzen“, so der Bürgermeister auch angesichts einer Einnahmen-Ausgaben- Relation von 8000 zu mehr als 300 000 Euro pro Jahr. Unstrittig sei der Bedarf für eine solche große Halle in Bexbach, ist sich Leis sicher. Dafür sorgen schon die Vereine. „Die Halle ist gut ausgelastet.“ Neu im Gespräch ist jetzt eine Trennung: Abriss des Hallenbads und Beibehaltung der zu sanierenden Halle. „Es ist technisch machbar, die Halle stehen zu lassen und das Hallenbad abzureißen“, erläuterte Schneider.

Eine Million Euro pro Jahr

Das Bad macht pro Jahr ein Defizit von mehr als einer Million Euro. „Und das ist nur das Geld, um das Bad am Laufen zu halten, also für den laufenden Betrieb. Da sind keine Investitionskosten, wie etwa jetzt für das Dach dringend benötigt, dabei“, so der Fachbereichsleiter. Beide betonten mit Nachdruck, dass das Thema im Rat besprochen werde, bei dem allein die Entscheidung liege. „Einen Komplett-Abriss strebt“, so der Verwaltungschef, „wohl niemand an. Die 40 Jahre alte Halle ist von ihrer Bausubstanz her nicht schlecht. Allerdings ist das Dach dringend renovierungsbedürftig.“

Allein die Sanierung der Dachfläche der verbleibenden städtischen Fläche der Halle würde laut Fachbereichsleiter rund 800 000 Euro kosten. Für Leis und Schneider wäre die Variante Hallenbad abreißen, Halle behalten und sanieren die zu bevorzugende Lösung: „Aber die Entscheidung fällt im Rat“. Klar ist auch: Bleibt die Halle, muss die Einnahmesituation verbessert werden. „Es sollte auch ein Umdenken bei den Vereinen geben. Denkbar wäre ein Kurssystem, dass man Mitgliedsbeiträge bezahlt und für die jeweiligen Kurse, die man belegt.“ Es sei laut Leis schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen und Gerechtigkeit und Gleichbehandlung herzustellen. „Es gibt Vereine, die großen finanziellen Belastungen ausgesetzt sind, und solche , bei denen das weniger der Fall ist.“

Lieber gestern als heute

Schwierig ist nach den Worten Schneiders, eine Zeitachse anzugeben, wenn denn ein wie auch immer gearteter Stadtrats- Beschluss vorliegt: „Das Projekt muss im Haushalt abbildbar sein und wird sich sicher über mehrere Jahre hinziehen. Die Dachsanierung würden wir lieber gestern als heute angehen.“

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