B41 Idar-Oberstein Richtung Saarbrücken Zwischen Sankt Wendel Nohfelder Straße/Einmündung Namborn und Einmündung Sankt Wendel Gefahr durch defektes Fahrzeug, bitte vorsichtig fahren (18:28)

B41

Priorität: Sehr dringend

1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Bexbacher Triathlet bei Ironman auf Hawaii

Größte Kraftanstrengungen verlangt der Fahrrad-Ritt bei der WM auf Hawaii über 180 Kilometer
durch die heißen Lavafelder mit ihren böigen Winden von Jörg Panter ab.

Größte Kraftanstrengungen verlangt der Fahrrad-Ritt bei der WM auf Hawaii über 180 Kilometer durch die heißen Lavafelder mit ihren böigen Winden von Jörg Panter ab.

Zweibrücken/Kona. „Für einen Amateur gibt es nichts Größeres, als sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren“, betont Jörg Panter, Triathlet der Wassersportfreunde (Wsf) Zweibrücken. Und dem 45-jährigen Bexbacher gelang dieses Kunststück, bei der WM in Kona auf Hawaii über die Langdistanz mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und einem Marathonlauf über 42,195 Kilometer zu starten, bereits zum zweiten Mal nach 2009. Damals war er mit dem Einöder Hartmut Andres vor Ort und kam nach 10:22 Stunden ins Ziel. Im österreichischen Klagenfurt hat sich der Mitarbeiter der Caritas in Neunkirchen mit dem zweiten Platz und mit seiner Bestzeit von 9:04,53 Stunden in der Altersklasse 45 bis 49 qualifiziert. Gleichzeitig soll die zweite WM-Teilnahme des einzigen Wsf-Starters am Samstag, 8. Oktober, „ein Dankeschön“ an seine Familie sein. Seine Frau Anja sowie seine Kinder Greta (zehn Jahre) und Henri (sieben) werden ihm an der Strecke die Daumen drücken. „Ankommen“ heißt das Ziel Panters, der vergangene Woche von Frankfurt über San Francisco nach Kona flog.

Schwieriges Klima Allerdings hat die WM auf Hawaii bei aller Anpassung an die äußerst schwierigen klimatischen Verhältnisse weiter ihre Tücken. Auf der Strecke bläst bisweilen ein sehr böiger, kräftezehrender Wind über die glühend heißen Lavafelder. Aber davon lässt sich Jörg Panter nicht schrecken: „Ich will die zehn Stunden knacken“, lautet seine Marschroute. Damit das gelingt, hat er in den vergangenen Wochen auch den Umfang seiner Trainingsintensität erweitert.

„Ich habe fast 20 Stunden in der Woche trainiert“, erklärt er. In Zahlen liest sich das so: 60 bis 70 Kilometer Laufen, 300 bis 400 Kilometer Rad fahren und zehn bis zwölf Kilometer Schwimmen. Erschwerend kam hinzu, dass er diese Umfänge fast im Alleingang bewältigen musste, da die übrigen Wsf-Athleten die Saison schon haben ausklingen lassen. Vor zwölf Tagen hatte Panter in einem dreitägigen Kraftakt die Anforderungen der WM teilweise imitiert. Zuerst ist er am Freitagvormittag 100 Kilometer Rad gefahren, nachmittags zwölf Kilometer gelaufen und abends noch rund vier Kilometer geschwommen. Am Samstag folgten 180 Kilometer Rad und ein Fünf-Kilometer- Lauf. Am Sonntag schlossen sich zum Abschluss noch 70 Kilometer mit dem Rad und ein 20-Kilometer-Lauf an. „An den drei Tagen habe ich alleine trainiert, da ich ,keinen Wahnsinnigen’ gefunden habe, der das mitgemacht hat“, blickt der 45- Jährige zurück.

Auch nach seiner Ankunft auf Hawaii hat Jörg Panter schon klare Vorstellungen, wie er sich auf die Tortur vorbereitet. Die ersten Tage auf der pazifischen US-Insel sollten der Eingewöhnung an die klimatischen Verhältnisse „mit leichten Bewegungen“ dienen. Anschließend steigerte er die Umfänge etwas. Jörg Panter erwartet rund 1800 Teilnehmer bei der WM, wobei Profis und Amateure gleichermaßen vertreten sind, aber zu unterschiedlichen Zeiten am morgigen Samstag um 7 Uhr in der Bucht von Kona ins Wasser steigen. In seiner Altersklasse rechnet der Bexbacher mit rund 250 Startern.

HINTERGRUND

Der Lauf von Jörg Panter bei der WM soll auch einem karitativen Zweck dienen. Hierzu hat er ein so genanntes Spendenbarometer eingerichtet, bei dem er sein ursprüngliches Ziel von 2000 Euro längst erreicht hat. „Da man sich nicht nur im Sport immer neue Ziele setzen sollte, habe ich uns allen auch ein neues Ziel mit 3000 Euro gesetzt“, betont der Triathlet. Gestern war die Marke auch fast schon erreicht. „Ich möchte mich aktiv für die Menschen einsetzen, die in den Ländern am Horn von Afrika wegen der Dürrekatastrophe Hunger leiden. Mit dem Geld, das für mein Engagement gesponsert wird, unterstützt Caritas international die Betroffenen in Kenia, Somalia, Äthiopien und im Sudan“, lautet das Motto des Triathleten.

Spendenhomepage: http://mitmachen.caritas-international. de/Ostafrika-Hungerhilfe/kona. wk

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein