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Bienen-Alarm: Schock für Familie in Dudweiler

Von SZ-Mitarbeiterin Anne Allenbach

Dudweiler. In der Malditzerbergstraße, Ortsausgang Dudweiler, gab es am Dienstagmorgen einen „Grund zum Schwärmen“. Jedenfalls für einen beachtlichen Bienenschwarm. Der Schreck angesichts der etwa sieben mal sieben Meter hohen und breiten Bienentraube in der Luft steckte den Hausbesitzern noch nach Anrücken der Berufsfeuerwehr Saarbrücken in den Knochen.

„Ich habe hier draußen gerade gekehrt und dann Farbe gemischt, wir wollen das Haus renovieren“, berichtete Jürgen Klemmer. „Und urplötzlich sehe ich den Schwarm, die Treppe war sofort zu bis hoch zum Kandel. Hier war alles voll, ich konnte ja nicht den Schlüssel holen, Silvia konnte nicht raus“, informierte der 50-Jährige im SZ-Gespräch vor Ort.

Nichte Silvia Klemmer war zu dem Zeitpunkt im Haus. „Ich war gegen 10 Uhr hier, und um halb elf hab’ ich das Geräusch gehört – es war wie ein Rauschen. Da haben sich die Bienen hier draußen versammelt. Der Feuerwehrmann meinte, es wären etwa 3000 Bienen“, erläuterte die 27-Jährige. Aufgrund der Bienenwolke musste Familie Klemmer die Arbeiten am Haus einstellen.

„Ich hab’ sofort meine Zigarette ausgemacht, und bin schließlich ganz langsam den Schlüssel holen, damit Silvia raus kann. Die Türen sind alt. Mir ging ganz schön der Stift, ich bin Allergiker. Und dann versammelten sich die Tiere nach und nach hier im Busch“, berichtete Klemmer und zeigte auf die Bienentraube unter dem Strauch im Nachbargarten. 

„Ich hatte im Haus richtig Angst gekriegt, ich war bereit, aus dem Fenster zu springen, ich wusste ja nicht, wie lange die bleiben. Ich muss doch meinen Sohn von der Schule abholen“, erzählte Silvia Klemmer sichtlich erleichtert.

„Uns wurde ein Bienenschwarm auf einem Anwesen gemeldet“, berichtete Berufsfeuerwehrmann Claus Becker aus Saarbrücken. Der ausgebildete Bienenumsiedler war mit seinem Kollegen Christian Diegler angerückt. Man könne davon ausgehen, dass der Wildbienenschwarm mit Königin reise: „Als wir ankamen, haben wir die Bienentraube hier unten im Busch angetroffen, die bleiben jetzt erstmal“, kommentierte Becker. „Die Königin fixiert in solchen Fällen oft etwas und führt den Schwarm an. Solche Bienenbesuche sind in der Regel harmlos, wir haben pro Jahr etwa zehn solcher Fälle“, fügte Kollege Diegler hinzu.

„Da sind wir ja mit dem Schrecken davongekommen“, meinte Silvia Klemmer. Und dann war Warten auf Imker Edwin Wagner angesagt. „Wir haben ihm Bescheid gesagt. Er ist bereit, am Nachmittag den Schwarm zu übernehmen – wenn er noch da ist“, erklärte Feuerwehrmann Becker. „Mit einem Rauchgenerator mit Bienenkräuter- Rauchtabak wird Herr Wagner den Schwarm einnebeln, damit beruhigen und die Traube so transportfähig machen. Er wohnt ja direkt um die Ecke“, sagte Becker weiter.

Für Familie Klemmer hieß es erstmal, den Schock zu verdauen. „So etwas hab’ ich noch nicht erlebt, war irgendwie auch toll“, beschrieb Silvia Klemmer ihr Erlebnis.

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