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Bienen im Saarland produzieren weniger Honig

Saarbrücken. In diesem Jahr haben die rund 1200 Imker im Saarland etwa 200 Tonnen Honig und damit 17 Prozent weniger als im Vorjahr geerntet. 2008 betrug die Honigernte im Saarland noch rund 240 Tonnen, was einem Pro-Volk-Schnitt von 29 Kilogramm entsprach. Dies sagte der Verbandschef der saarländischen Imker Herbert Hassel im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. 2009 habe im saarlandweiten Durchschnitt das Jahr über ein Bienenvolk nur 25 Kilogramm Honig eingeflogen. Der Gesamtbestand liegt derzeit bei 8303 Völkern, wobei ein Volk zwischen 40 000 bis 80 000 Bienen hat.

Die Ertragseinbrüche seien einem lang andauernden Winter geschuldet, sagt Hassel. Und dies habe Folgen für die Leistung der Honigbienen gehabt, wie Hassel erklärt: „Die Völker waren zu Beginn der Obstblüte im April zu schwach.“ Weil im Frühjahr in den Bienenvölkern noch nicht genügend Flugbienen, die Nektar, Honigtau und Pollen sammeln, herangewachsen waren, verringerte sich somit auch die Sammelleistung eines Volkes.

Der Honigpreis bliebe im Vergleich zum Vorjahr aber unverändert. Von Region zu Region gebe es jedoch unterschiedliche Honigpreise, denn die Imker im Saarland seien nicht an eine Preisvorgabe gebunden. Die Imker würden den Honig ihrer Bienenvölker entweder direkt von zu Hause aus verkaufen oder auf Wochenmärkten, in Bäckereien und Metzgereien in der Region. Im Regionalverband koste im Durchschnitt ein Pfund Honig vier Euro. Plus Glaspfand kämen noch 30 Cent hinzu. 40 Prozent der saarländischen Imker, schätzt Hassel, nehmen die Honiggläser zurück.

Eine ideale Witterung für die Imkerwirtschaft sei, wenn der Monat März mild ist und so die Honigbienen ein Volk aufbauen können. Der Landesimker-Chef, der selbst zwölf eigene Völker besitzt und sechs betreut, habe in diesem Erntejahr die besten Erträge bei der Akazie registriert. Im Schnitt seien pro Volk 25 Pfund gesammelt worden. Etwas niedriger, nämlich bei 20 Pfund pro Volk lag der Obstblüten- und Sommertracht-Schnitt. Mittelmäßig schnitten dieses Jahr die Raps- und Kastanie-Erträge mit jeweils 15 Pfund pro Volk ab.

Der Bienen-Parasit Varroa-Milbe habe dieses Jahr die Bienenvölker der saarländischen Imker nicht so stark geschädigt wie noch vor drei Jahren, sagt Hassel. Er nistet sich in den Brutzellen der Bienen ein und ernährt sich von der Bienenbrut und den erwachsenen Bienen. Normal sei es, dass die Varroa-Milbe den Bestand der Bienenvölker um zehn Prozent dezimiere. Zugleich betont Hassel, wie wichtig die Anti-Varroa-Maßnahmen nach der Honigernte sind: „Der Imker muss so früh wie möglich, spätestens Ende Juli, mit der Varroa-Bekämpfung beginnen.“ Benjamin Rannenberg 
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