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Bildungsmonitor: Licht und Schatten in der Saar-Bildung


Quelle: www.insm-bildungsmonitor.de

Saarbrücken. Auf der Zielgeraden des Landtagswahlkampfes sorgt das Abschneiden des Saarlandes beim Bildungsmonitor 2009 für neue Diskussionen über die Schulpolitik der CDU-Landesregierung. In der Untersuchung der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" kommt das Saarland unter den 16 Bundesländern auf den siebten Platz - nach Rang sechs im Vorjahr. "Das Saarland schneidet in den meisten der 13 Handlungsfelder gut ab", heißt es in der Studie, die überwiegend auf Daten aus dem Jahr 2007 beruht. Lob erntet die Saar-Regierung dafür, dass es gelang, die Schulabbrecher-Quote zwischen 1998 und 2007 deutlich zu drücken. "Dem Bildungssystem im Saarland gelingt es im deutschen Vergleich sehr gut, Bildungsarmut zu vermeiden", schreiben die Autoren. Auch das Angebot an Ausbildungsstellen liegt über dem Bundesschnitt. Bei beiden Kriterien liegt das Saarland auf Rang vier, bei der "Forschungsorientierung", gemessen an der Zahl der Habilitationen und Promotionen, sogar auf Platz eins.

Für verbesserungswürdig hält die Untersuchung dagegen die Betreuungssituation im Saarland: Das Ganztagsangebot für Kinder unter sechs Jahren sei etwas geringer als im Bund, bei verpflichtenden Ganztagsschulen liege das Saarland auf Platz 15. Beim Anteil der akademisch ausgebildeten Kita-Kräfte ist das Saarland laut Bildungsmonitor Schlusslicht.

Nach Ansicht von Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) belegt die Studie, dass die Landesregierung "richtungsweisende Maßnahmen" auf den Weg gebracht habe. Die Untersuchung ignoriere "das nahezu flächendeckende Angebot an Freiwilligen Ganztagsschulen" und die geplanten flächendeckenden Ganztagsklassen. Dennoch werde sie sich die Kritik "genau anschauen und analysieren".

Die Oppositionsparteien bekräftigten ihre Forderung nach "echten" Ganztagsschulen. Mit dem Bildungsmonitor "hat die CDU-Landesregierung ihr Versagen bei der Schaffung moderner Bildungsangebote schwarz auf weiß bekommen", sagte der Bildungsexperte im SPD-Schattenkabinett, Volker Staudt. Seine Partei werde "Schluss machen mit dieser rückständigen Politik". FDP-Chef Christoph Hartmann erklärte die "Freiwillige Ganztagsschule" für gescheitert. Nötig sei Wahlfreiheit zwischen Halbtags- und pädagogisch aufgewerteten Ganztagsschulen. Die Bildungsexpertin der Grünen, Claudia Willger-Lambert, sieht in den Ergebnissen "keinen Grund zur Entwarnung". Das Bildungssystem werde nach der Wahl auf den Prüfstand gestellt werden müssen - egal, wer regiere. Die Linke kündigte für den Fall einer Regierungsbeteiligung einen "bildungspolitischen Kurswechsel für echte Ganztagsschulen, kleinere Klassen und gebührenfreie Hochschulen" an.
Daniel Kirch (SZ)
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