L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Billig-Busfahrten für arme Völklinger?

Busse der Saarbahn

Busse der Saarbahn

Völklingen. Wer ein nur kleines Einkommen bezieht und deshalb Anrecht hat auf den Sozialpass des Regionalverbandes (siehe „Hintergrund“), soll in Völklingen zu stark vergünstigtem Preis Bus fahren können: Darüber soll der Völklinger Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag entscheiden. Den entsprechenden Antrag hat die Linke-Fraktion gestellt. Und einen handfesten Vorschlag gemacht, wie viel billiger die Bus-Tickets werden sollen: Auf Einzelfahrscheine soll es mit dem Sozialpass einen Rabatt von 40 Cent geben. Monats- oder Wochenkarten sollen 30 Prozent weniger kosten, wenn die Inhaber beim Kauf die SozialCard vorlegen.

Die Völklinger Linken betreten mit diesem Vorschlag durchaus kein Neuland. In Saarbrücken, so haben sie in ihren Antrag hineingeschrieben, gebe es vergleichbare Regelungen bereits, bei der Saarbahn wie auch bei den Verkehrsbetrieben. Und der „Arbeitskreis Soziale Arbeit Völklingen“, beim Diakonischen Zentrum in der Hüttenstadt angesiedelt, hat im März den Ratsfraktionen und den Völklinger Verkehrsbetrieben (VVB) einen ähnlichen Vorschlag unterbreitet, wie ihn die Linken jetzt in den Rat eingebracht haben. 374 Euro, so haben die Sozialarbeits- Fachleute vorgerechnet, erhalte ein Alleinstehender pro Monat als Sozialgeld-Regelsatz; 23 Euro davon seien für Ausgaben in der Rubrik Verkehr eingerechnet.

Jedoch koste eine Monatskarte allein für den Bereich der Stadt Völklingen mehr als das Doppelte, nämlich 53,50 Euro – und Bezieher von Sozialleistungen seien dringend auf öffentlichen Transport angewiesen, weil sie sich meist kein Auto leisten könnten. Billigere Bus-Tickets seien einfach wichtig, um trotz kleinen Einkommens teilnehmen zu können am gesellschaftlichen Leben. Nützlich, argumentiert die Linke-Fraktion, seien solche Rabatte auch für die VVB. Denn die könnten so zusätzliche Bus- Nutzer gewinnen; es sei also davon auszugehen, „dass dieses Angebot nahezu kostenneutral sein wird“. Entscheiden über die Fahrpreise kann der Rat freilich nicht, das tun die VVB. Jedoch kann deren Aufsichtsrat – mit Stadtratsmitgliedern besetzt – hier Einfluss ausüben; und eben darum geht es.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein