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Bio-Eier-Skandal: Im Saarland genug Kontrollen

Saarbrücken. Für Siegfried Leimroth, der im Saarland sieben Bio-Märkte betreibt, ist die Sache mit den falschen Bio-Eiern eindeutig: „Gegen kriminelle Energie kann niemand etwas ausrichten: Wenn jemand betrügen will, betrügt er.“ Die Konsequenz? „Wenn der Gesellschaft ordentliche Lebensmittel wichtig sind, kommt man an noch schärferen Kontrollen nicht vorbei“, sagt Leimroth. Er selbst gewährleiste durch regionale Produkte von Herstellern, die er seit Jahren kennt, dass nur gute Ware in seine Läden komme. „Aber zu 100 Prozent garantieren kann ich das nicht.“ Allerdings: Der neuerliche Skandal, glaubt Leimroth, werde Bio-Produkte nochmals sicherer machen.

Denn, so erklärt Martin Zenner, Bioland-Bauer aus Heusweiler-Obersalbach mit rund 9000 Hühnern: „Betrügen mit Bio-Produkten lohnt sich finanziell besonders, weil relativ leicht große Gewinne erzielt werden können. Daher ist die Versuchung offenbar auch so groß.“ Dennoch kann er sich nicht erklären, was in Niedersachsen schiefgelaufen ist. Im Saarland jedenfalls seien die Kontrollen angemessen. Sein Betrieb werde von drei verschiedenen Institutionen begutachtet, angekündigt und unangekündigt.

Auch Sieglinde Krämer vom Verband der Geflügelhalter im Saarland sagt klipp und klar: „Kontrollen gibt es genug.“ Den schwarzen Schafen, die es überall gebe, sei nun mal schwer das Handwerk zu legen. Josef Rose aus Ottweiler-Mainzweiler, mit 22 000 Tieren der größte Freilandhühnerhalter an der Saar, ärgert sich derzeit vor allem über die Skandalisierung der Vorgänge in Niedersachsen: „Man sollte das erst an die ganz große Glocke hängen, wenn es handfeste Beweise gibt. Bislang gibt es nur Vermutungen, Anschuldigungen und einen neuen Minister, der sich offensichtlich profilieren will.“ tho

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